Samir Habibovic hat einem Regionalliga-Spieler kontaktiert. © Stephan Schuetze
Fußball-Oberliga

Nach einer Saison endet das Regionalliga-Abenteuer – Folgt die ASC-Rückkehr?

Schnappt sich der Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund noch einen Regionalliga-Spieler für die kommende Spielzeit? Eine Anfrage des Sportlichen Leiters Samir Habibovic läuft.

Samir Habibovic hat plötzlich einen Namen auf seiner Liste der potenziellen Neuzugänge, mit dem er gar nicht gerechnet hat. Ober er den Spieler am Ende aber bekommt, ist eher fraglich.

Denn Maurice Buckesfeld vom TSV Steinbach Haiger hat ein klares Ziel. Er möchte nach dem bevorstehenden Aus beim Fußball-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger weiter in der Regionalliga spielen. „Dass ich in dieser Liga mithalten kann, habe ich doch bewiesen“, sagt der ehemalige Aplerbecker Oberliga-Spieler selbstbewusst. In 17 Partien absolvierte er 884 Minuten für den ambitionierten Südwest-Regionalligisten. In den vergangenen fünf Partien stand er viermal in der Startelf. In der fünften Partie kam er zur Halbzeit ins Spiel. Alle fünf Begegnungen wurden gewonnen.

Einen Schritt schneller: Im Duell mit Sandhausens Dennis Diekmeier im DFB-Pokal ist Maurice Buckesfeld (r.) eher am Ball. © imago images/Jan Huebner © imago images/Jan Huebner

Trotzdem wird sein Vertrag nicht verlängert. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil ich nach den letzten Spielen gedacht habe, dass ich es endgültig geschafft habe. Aber ich hege hier jetzt keinen Groll. Das ist halt Fußball. Ein schnelllebiges Geschäft“, sagt Buckesfeld. Der Klub habe ihm erklärt, dass er für seine Position lieber einen jüngeren Spieler verpflichten möchte.

Jetzt ist Buckesfeld erst gerade 23 Jahre alt. Aber in der kommenden Spielzeit fällt er nicht mehr unter die U23-Regelungen. Jeder Regionalligist muss eine bestimmte Anzahl an Spielern im Team haben, die 23 Jahre alt oder jünger sind. Das wird Buckesfeld jetzt zum Verhängnis.

Die 17 Einsätze sind umso beachtlicher, wenn in Betracht gezogen wird, dass Steinbach deutschlandweit zu den ambitioniertesten Regionalligisten gehört und Buckesfeld als No-Name aus der Oberliga gekommen hierhin gekommen ist. Er wolle lernen und sich an das Regionalliga-Niveau heranarbeiten, hatte er vor der Spielzeit gesagt. Was ihm auch gelungen ist.

Mit seinem Team rangiert er aktuell auf Rang vier. Platz zwei ist ein realistisches Ziel. Der einzige Aufstiegsplatz ist wohl an den FC Freiburg II vergeben. Das Team dominiert die Liga, hat aus den vergangenen elf Partien 31 Punkte geholt. „Freiburg wird das durchziehen. Wir spielen schon eine gute Runde, aber die von Freiburg ist überragend“, gibt Buckesfeld zu.

SC Freiburg II spielt eine überragende Saison

Steinbach hat die beiden direkten Duelle gegen Freiburg verloren. „Es waren letztlich Spiele auf Augenhöhe. Am Ende war Freiburg dann doch den einen Ticken besser“, sagt Buckesfeld. Trotzdem kann er sich noch mit einem Titel aus Steinbach verabschieden. Am Mittwoch gewann er mit seinem Team das Halbfinale im Hessenpokal gegen den FC Bayern Alzenau mit 3:2. Im Finale wartet jetzt Wehen-Wiesbaden.

Aber wie geht es nach der Saison weiter für Maurice Buckesfeld? „Mein Berater schaut sich schon um. Ich möchte natürlich in der Regionalliga bleiben“, sagt Buckesfeld. Aplerbecks Sportlicher Leiter Samir Habibovic hat Buckesfeld schon kontaktiert. „Wir würden ihn natürlich gerne sofort zurückholen“, sagt Habibovic. Aber oberste Priorität für Buckesfeld hat erstmal die Regionalliga.

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Sportredaktion Dortmund
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