Regionalliga West

RWO-Präsident pöbelt gegen BVB-Trainer – Borussia verurteilt dies: „Das ist rufschädigend“

Borussia Dortmund besiegte Rot-Weiß Oberhausen am Sonntag mit 1:0. Die Siegesfreude des BVB trübten Aussagen von Oberhausens Präsident Hajo Sommers. Er pöbelte gegen BVB-Trainer Enrico Maaßen.
Im Fokus von Oberhausens Präsident: BVB-Trainer Enrico Maaßen. © Bielefeld

Wirklich strittig war die Entscheidung nicht. Der leichtfüßige Alaa Bakir war einen Tick schneller am Ball als sein Gegenspieler Pierre Fassnacht. Dieser traf den BVB-Spieler am Fuß und brachte ihn zu Fall. Elfmeter, 1:0 für Borussia Dortmund.

Auch sonst blieb es dabei: in einer Partie, die von hoher Intensität und Physis geprägt war, gab es wenig streitbare Situationen.

Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann gab es kaum, auch zwischen den Spielern lief es zumeist respektvoll, nicht aber hitzig zu. Von daher verwunderte es die BVB-Verantwortlichen schon, als sie im Anschluss an die Partie die Aussagen von Rot-Weiß Oberhausens Präsident Hajo Sommers vernommen haben.

„Das finde ich wirklich asozial“

„Die Dortmunder haben keine Mannschaft, die in diese Liga gehört. Das ist finanziell eine ganz andere Nummer. Was mir aber wirklich auf die Nerven geht, ist das Verhalten von Trainer Enrico Maaßen und dessen Anhang. Das finde ich wirklich asozial. Die machen Stimmung. Diese Stimmung und Emotionen würde ich Mannschaften wie Homberg oder Wegberg-Beeck gönnen, die um jeden Punkt kämpfen müssen. Aber nicht einem Ex-Champions-League-Teilnehmer“, sagte Sommers im vereinseigenen Livestream zum Spiel, während der Halbzeitpause. Zuerst berichtete das Online-Portal „RevierSport“ darüber.

RWO-Präsident Hajo Sommers. © imago images/Fotostand © imago images/Fotostand

Verwunderlich waren Sommers Aussagen vor allem deshalb, da dieser selbst mit einigen der wenigen Zuschauer, im ansonsten leeren Niederrhein-Stadion, die Partie über Stimmung machte und sich lautstark aktiv präsentierte. Mal gegen den Schiedsrichter, mal gegen Betreuer des BVB oder auch Dortmunds Trainer Maaßen.

BVB-Teammanager Ingo Preuß verurteilt die Aussagen rigoros

Dieser war – wie sonst auch – akribisch an der Seitenlinie, coachte sein Team aktiv und vernehmlich. Kommentare gegenüber der drei Offiziellen blieben die Seltenheit – genau so wie bei seinem Gegenüber, Oberhausens Trainer Mike Terranova.

U23-Teammanager Ingo Preuß verurteilte die Aussagen Sommers rigoros und stellte sich vor Dortmunds Übungsleiter Enrico Maaßen und sein Team. „Das ist rufschädigend, das ist beleidigend. Während des Spiels solche Sachen von sich zu geben, ist Stimmungsmache schlimmster Sorte. Diese unflätigen Dinge zu sagen gebührt sich in keinster Weise, da stellen wir uns ganz eindeutig vor unser Team“, erklärte Preuß am Sonntagabend.

BVB-II-Teammanager Ingo Preuß (M.) stellt hohe Ansprüche an seine Mannschaft. © imago / Thomas Bielefeld © imago / Thomas Bielefeld

Ein ganz normales Fußballspiel, ganz ohne die großen Aufreger.

Wären nicht die Aussagen von Sommers gewesen, die beim BVB auf wenig Gegenliebe gestoßen sind.

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