Ein regulärer Spieltag an einem ganz normalen Montagabend - der Terminplan der Iserlohner Kreisliga A macht es möglich. © picture alliance/dpa
Fußball

Stadt stellt klar, wer kontrollieren muss – Fußballkreis sieht kein 2G-Kontrollen-Problem

Die Stadt Dortmund erklärt, wer für die Kontrollen des 2G-Status von Vereinssportlern zuständig ist. Der Fußballkreis Dortmund wünscht sich von der Stadt mehr Präsenz.

Die 2G-Regelung für den Vereinssport kommt und tritt schon am Mittwoch in Kraft. Dann haben nur noch geimpfte oder genesene Personen Zutritt zu den Sportanlagen der Stadt Dortmund.

Für die Kontrolle des 2G-Statussind dann alleine die veranstaltenden Sportvereine verantwortlich. Das bestätigte die Stadt Dortmund auf Anfrage dieser Redaktion. „Wenn eine neue Coronaschutzverordnung weitere Einschränkungen für den Vereinssport festlegt, müssen die Vereine das umsetzen“, heißt es von der Pressestelle der Stadt. Das bedeutet, dass das Heimteam kontrollieren muss.

Stadt Dortmund: Vereine sind in der Pflicht

Das war schon zu Zeiten der 3G-Regelung für Freiluftsportler der Fall. Für die Vereine bedeutet das fortan wieder einen Mehraufwand, bei jedem Spiel müssen Sportler und Zuschauer ausnahmslos kontrolliert werden.

„Ich sehe das Problem nicht in der Kontrolle. Den reinen Kontrollaufwand halte ich nicht für übertrieben. Ich glaube nicht, dass es für die Vereine der Casus knacksus ist“, sagt Andreas Edelstein, stellvertretender Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund.

Spricht sich für eine klare Prioritätenabwägung aus: Andreas Edelstein.

Edelstein geht davon aus, dass die Klubs genügend Helfer für die nun wieder notwendigen Kontrollen zur Verfügung haben werden. „Grundsätzlich glaube ich: Die Vereine setzen ihre Armada wieder in Bewegung“, sagt Edelstein.

Dafür spricht, dass der StadtSportBund Dortmund (SSB) als direkter Ansprechpartner der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund (SFB) bislang kein gehäuftes Aufkommen an Nachfragen durch die Vereine registriere. „Klärungsbedarf von dort ist den SFB nicht bekannt“, heißt es von der Stadt.

Die macht zudem klar: Im Spielbetrieb muss jeder einzelne Zuschauer und Spieler der Gastmannschaft vor Betreten des Sportgeländes überprüft werden. Für den Trainingsbetrieb und die eigene Mannschaft kann eine einmalige Kontrolle ausreichen, „wenn es sich um immer die gleiche Gruppe handelt“, so die Stadt. Erneut betont die Pressestelle: „Dies liegt in der Verantwortung der Vereine.“

Fußballkreis Dortmund: Wunsch nach Kontrollen durch die Stadt

Apropos Vereine. Die hat die Stadt in der Vergangenheit nicht darauf kontrolliert, ob die Überprüfungen der Zugangsbeschränkungen vor Ort jeweils gewissenhaft durchgeführt worden sind. „Denkbar sind solche Kontrollen natürlich“, so die Pressestelle.

Andreas Edelstein würde sich mehr Präsenz der Behörden auf den Sportplätzen wünschen: „Das wäre ein gutes Zeichen für die Vereine, die es gut machen. Es wäre ja auch eine Auszeichnung, wenn die Behörde geht und sagt: super gelaufen!“

Dennoch sieht der stellvertretende Kreisvorsitzende ein Problem für den Amateurfußball. „Irgendwo muss das ungeimpfte Drittel ja herkommen“, so Edelstein. Rund 68 Prozent der deutschen Bevölkerung sind derzeit vollständig geimpft.

Vereinzelte Mannschaften mit geringer Impfquote, ungeimpfte Trainer im Jugendbereich – in solchen Fällen könnte die 2G-Regelung die Teilnahem am Spielbetrieb einzelner Teams ins Wanken bringen. „Das sind die Probleme, die man letztlich wirklich im Spielbetrieb hat“, sagt Edelstein.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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