Der Kirchhörder SC hätte sich einen besseren Saisonstart gewünscht. © Nils Foltynowicz
Fußball-Landesliga

Stolperstart des Kirchhörder SC: „Sind natürlich unter Druck“

In den vergangenen zwei Saisons, die wegen Corona jeweils abgebrochen werden mussten, verlor der Kirchhörder SC insgesamt nur vier Spiele. Jetzt hat der Klub schon zwei Pleiten nach drei Spielen.

Drei Punkte nach drei Spielen stehen für den Kirchhörder SC auf dem Papier. Diese drei Punkte wurden im bisher einzigen Heimspiel der Saison geholt. In den zwei Auswärtsspielen blieb man erfolglos.

„Für mich ist da kein Muster zu erkennen“, betont Simon Rudnik, Spieler des KSC. Heim- und Auswärtsspiele seien „in unserer Liga sowieso kein großer Faktor“. Der holprige Saisonstart von Kirchhörde sei viel mehr auf „personelle Rückschläge“ zurückzuführen. Die ersten drei Spiele habe die Mannschaft „keinen super Rhythmus“ gehabt, die Startelf musste aufgrund von mehreren Verletzungen oder Urlaub konsequent durchgetauscht werden. Dementsprechend seien die drei Spiele zum Auftakt „auch nicht vergleichbar“, sagt Rudnik.

Auch er hatte zum Saisonauftakt gefehlt, da er erst vor kurzem Vater geworden ist. Beim 3:0-Erfolg gegen SuS Kaiserau habe er schon wieder auf der Bank gesessen, am letzten Wochenende, als der KSC mit 0:3 beim SSV Buer unter die Räder kam, wurde Rudnik nur eingewechselt. Trainer Sascha Rammel habe zunächst die Mannschaft spielen lassen wollen, „die gegen Kaiserau gut gespielt hat“.

Im Gelsenkirchener Stadtteil setzte es am Sonntagnachmittag aber bereits die zweite Saisonniederlage. Man sei „mit Buer nicht zurecht“ gekommen, so Kirchhördes Nummer Zehn, auch der „Rasenplatz war schwierig“. Das solle aber nicht als Ausrede gelten, schließlich sei so etwas „egal, wenn man sich eingespielt hat“.

Simon Rudnik vom Kirchhörder SC spricht über die aktuellen Probleme seines Klubs. © Patrick Schröer © Patrick Schröer

Auch der SSV Buer sei „keine Übermannschaft, die wir normal schlagen könnten“. Normal ist dieser Saisonstart aber wohl nicht. Nach dem 1:4 am ersten Spieltag bei der SpVgg Horsthausen und jetzt der nächsten deutlichen Pleite „sind wir natürlich ein bisschen unter Druck“, so Rudnik. Der 30-Jährige verweist zudem auf die vergangenen beiden Jahre, in denen die Mannschaft des Kirchhörder SC in Summe nur vier Mal mit leeren Händen vom Platz gehen musste.

In der letzten Saison, die aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen werden musste, führten die Kirchhörder die Tabelle nach acht Spielen sogar an. Und jetzt stehen schon zwei Niederlagen aus drei Spielen zu Buche.

Nun gelte es, nach vorne zu gucken und „in den nächsten drei, vier Spielen gut zu punkten“. Auch nach dem stotternden Saisonstart könne „der Kader definitiv oben mithalten, wenn alle fit sind“, erklärt Simon Rudnik. Für den weiteren Verlauf der Saison bleibt der offensive Mittelfeldspieler optimistisch, man wolle als Mannschaft „die Top-Fünf anpeilen“.

Entscheidend dafür sei vor allem, dass die Viererkette über mehrere Wochen zusammenspiele, ohne dass sie verändert werden muss. Wenn das der Fall ist, und die Personalprobleme des Kirchhörder SC weniger werden, könnte sich Rudniks Optimismus schon bald in den Ergebnissen widerspiegeln.

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