Verrückter Europapokal-Spieltag für BVB-Handballerinnen Fans erwartet besonderes Erlebnis

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Stummbillig
Henk Groener (r.) ist der neue Trainer der BVB-Handballerinnen. © Stummbillig
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Fünf Wochen lang konnten die Handballerinnen des BVB während der EM-Pause nur sporadisch zusammen als Mannschaft trainieren. Dafür geht es jetzt Schlag auf Schlag. Nach dem etwas mühsamen 32:26-Sieg im Pokal bei der HSG Blomberg-Lippe am Mittwochabend geht es nur 72 Stunden später bereits weiter. Diesmal ist das erste Spiel in der European League angesagt. Nach nur einer Nacht Pause folgt das Rückspiel. Gegner in der dritten und letzten Qualifikationsrunde zur Gruppenphase der EHF European League ist ZRK Zeleznicar aus Serbien.

Anwurf für das Hinspiel ist am Samstag (3. Dezember) um 12 Uhr, das Rückspiel am Sonntag (4. Dezember) beginnt um 11 Uhr. Beide Partien werden in der Helmut-Körnig-Halle ausgetragen, die eigens für die beiden Europapokalspiele in schwarz-gelb geschmückt wird, um den Fans ein besonderes Erlebnis zu bieten.

Bevor sich Henk Groener, der neue Mann an der Seitenlinie des BVB, mit dem Gegner aus Serbien befassen konnte, musste er zunächst das Pokalspiel in Blomberg aufarbeiten. Man musste nicht ins Detail gehen, um sagen zu können, dass es beim BVB nach der fünfwöchigen EM-Pause noch nicht wirklich rund läuft, kassierten die Borussinnen direkt nach Anpfiff innerhalb von 15 Minuten zehn Gegentreffer, wirkten wenig dynamisch gegen einen Gegner, der stark ersatzgeschwächt war.

Andererseits musste auch der BVB auf drei Spielerinnen verzichten.

EM-Fahrerin zurück

Die Niederländerin Harma van Kreij, von der jetzt bekannt wurde, dass sie aufgrund eines Außenband-Abrisses für die nächsten drei Monate ausfällt, wurde schmerzlich vermisst. Ebenfalls fehlte die Japanerin Haruno Sasaki, die bis zum 7. Dezember für die japanische Nationalmannschaft abgestellt ist. Gute Nachrichten gab’s dagegen von Lisa Antl. Die Kreisläuferin laborierte an einer Nackenverletzung, wird aber gegen ZRK Zeleznicar auflaufen können, wie Henk Groener versicherte. „Lisa hat am Donnerstagabend trainiert. Ich bin zuversichtlich.“

Die positive Erkenntnis aus dem Pokalspiel war, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie 60 Minuten lang Gas geben könne, wie es Henk Groener sagte. Eine erstklassige Kondition wird auch nötig sein. „Zwei Spiele innerhalb von nur zwei Tagen sind für beide Mannschaften eine Herausforderung“, erklärte Groener.

ZRK Zeleznicar ist quasi der große Unbekannte aus Serbien. Unterschätzen sollte man das Team aber nicht, auch wenn ein Vergleich mit den hochklassigen BVB-Gegnern aus der Champions League natürlich hinkt. Henk Groener hat die Serbinnen zweimal auf einem Video studieren können. Fazit: „Sie spielen schnell und technisch gut.“

Gegner hatte angefragt

Dass beide Spiele an einem Wochenende in der Helmut-Körnig-Halle stattfinden, ist der Anfrage der Serbinnen geschuldet. „ZRK Zeleznicar hat angefragt. Wir haben zugestimmt, um unseren Spielerinnen die Anreise nach Serbien zu ersparen“, erklärte Rupert Thiele, der neue Abteilungsleiter des BVB. Und das die Anwurfzeiten mit 12 Uhr am Samstag und 11 Uhr am Sonntag nicht besonders Zuschauer-freundlich sind, ist Thiele natürlich klar. „Die Serbinnen müssen am Sonntag um 16 Uhr bereits zurückfliegen. Da zwischen dem ersten und dem zweiten Spiel ein gewisser zeitlicher Abstand liegen muss, müssen wir am Samstag bereits um 12 Uhr beginnen“, so Thiele.