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Fußball-Kreisliga

Wie die Profis: Dortmunder Kreisligist stellt sein neues Trikot wie ein Bundesliga-Team vor

Gibt es etwas Neues zu verkünden, werden Profivereine in der Fußball-Bundesliga kreativ. Doch nicht nur dort: Ein Dortmunder Kreisligist hat sein neues Trikot vorgestellt - in professioneller Manier.

Ein Hip-Hop-Beat, viele schnelle Schnitte, einige Effekte. Dazwischen zu erkennen: ein schwarzes Trikot von Adidas, fein präsentiert. In professioneller Art und Weise.

Herzlichen Willkommen auf dem Social-Media-Auftritt von einem der 18 Bundesliga-Vereine!

Oder auch nicht. Denn es war kein Profiteam, welches sein neues Trikot für die kommende Spielzeit vorgestellt hat, sondern der A-Ligist SG Alemannia Scharnhorst. In dem 27 Sekunden langen Clip sind der Sportplatz am Holzgraben in Scharnhorst zu erkennen, das Vereinsheim und das gute Stück, mit dem in der kommenden Spielzeit die Kreisliga A unsicher gemacht werden soll. In einem schlichten schwarzen Farbton.

Scharnhorst kontaktiert Voß nach Doku

Verantwortlich für das Video, welches der Verein auf Facebook und Instagram postete: Marcel Voß, seit 1. April verantwortlich für die Social-Media-Aktivitäten und die Homepage des Vereins.

Voß war es auch, der vor wenigen Monaten die Dokumentation über die Dortmunder Löwen mitproduzierte. „Als die Doku rausgegangen ist, wurden die Verantwortlichen in Scharnhorst direkt aufmerksam. Da haben wir gute Gespräche geführt“, erzählt Voß.

Als feststand, dass es ein neues Trikot ab dem Sommer geben soll, hatte Voß gleich seine erste Aufgabe für die Öffentlichkeitsarbeit des Klubs. Zwei stunden drehte er am Vereinsgelände, schnitt das Video dann rund eine Stunde.

„Wir wollen langsam anfangen das aufzubauen. Im Social-Media-Bereich war da vorher so gut wie gar nichts“, sagt Voß. Seine Erfolgsbilanz bislang: Aus 60 Followern auf der Instagram-Seite der Dortmunder Löwen machte er etwas mehr als 500.

In Scharnhorst soll es ähnlich ambitioniert laufen, die Inhalte von professioneller und kreativer Natur sein. „Das hat nichts mit der Kreisliga zu tun. Ich will nicht Millionen oder Tausende von Leuten zu erreichen. Ich habe eine kreative Ader, mir macht es Spaß“, erklärt Voß seine Beweggründe.

Demnächst sollen weitere Projekte auf den Social-Media-Accounts des Klubs folgen. Seine Inspiration nimmt Voß von anderen Profi-Vereinen, doch reines kopieren gilt dabei für ihn nicht.

„Ich schaue viele Musikvideos, schaue mir bei anderen Instagram-Profilen etwas ab. Irgendwann kriege ich es so hin, dass ich meinen eigenen persönlichen Stil da reinbekomme“, sagt Voß.

Das könnte auch in Zukunft zu einigen spannenden Verkündungen beim Kreisligisten führen.

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Journalismus ist meine Passion. Seit 2017 im Einsatz für Lensing Media. Immer auf der Suche nach Hintergründen, spannenden Themen und Geschichten von Menschen.
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