Am Ratskeller rollt der EM-Ball in diesem Jahr vorbei. Public-Viewing wird es hier nicht geben. © Jörg Bauerfeld
Fußball-EM

Corona lässt die Fußball-Fans im Regen stehen: Public-Viewing kaum angesagt

Am Dienstag greift die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft in die Europameisterschafts-Endrunde ein. Die große Public-Viewing-Nummer wird daraus aber nicht – zumindest in diesem Stadtbezirk.

Das hat es so auch noch nicht gegeben. Deutschland spielt am Dienstag (15.6.) gegen Frankreich und im öffentlichen Raum schaut kaum jemand zu. Zumindest im Ortskern von Aplerbeck, wo bei früheren Turnieren die Fans im Deutschlandtrikot gemeinsam ihre Elf anfeuerten.

Eine Gaststätte, in der es bei Auftritten der Nationalmannschaft bei Endrundenturnieren immer hoch herging, ist der Ratskeller am Marktplatz. Hier war der Innenbereich schwarzrotgolden geschmückt. Auch auf der Terrasse wehten die Fähnchen im Wind.

Auch für die EM keine zusätzlichen Fernseher

Dieses Jahr: nix. „Wir zeigen schon seit einiger Zeit keine Spiele mehr. Da die Kosten immer größer wurden, haben wir das Sky-Abo gekündigt“, sagt Marc Bosiacki, der zusammen mit Frau Silke den Ratskeller betreibt. Und auch die jetzige EM sorgt da für keinen Sinneswandel.

„Es ist ja nicht so, dass wir diese normale Fußball-Stimmung hinbekommen“, sagt der Gastronom. Der Abstand müsse ja eingehalten werden. Die Corona-Regeln seien ja nicht außer Kraft gesetzt. „Damit jeder dann auch vernünftig ein Spiel verfolgen kann, müsste ich ja einige zusätzlichen Fernseher aufstellen.“

Das würde den Rahmen sprengen. Und was ist, wenn das Deutsche Team schon in der Vorrunde die Segel streicht? Dann wäre ohnehin vorbei mit Fußballgucken, so Marc Bosiacki.

Aufwand und Kosten in keinem Verhältnis

Aufwand und Kosten würden einfach in keinem Verhältnis stehen. Zudem müsse man immer wieder aufpassen, dass sich die Menschen auch nach den Hygieneregeln verhielten.

Da spielt es auch keine Rolle, dass die Innengastronomie aufgrund niedriger Inzidenz-Werte wieder ab Freitag (11.6.) öffnen darf. „Hier gilt ja dasselbe. Abstandhalten und am Platz bleiben“, sagt Marc Bosiacki. „Das ist einfach zu viel Aufwand.“

Also nix mit Fußball-EM im Ratskeller. Und was ist mit dem Biergarten am Haus Rodenberg? „Wir machen zur EM kein Public-Viewing“, sagt Jörg Wiedelmann klipp und klar. Bleibt noch die Georgsklause an der Ruinenstraße. Ein beliebter Treffpunkt der Fußball-Fans. Hier ist innen und außen auch alles bereit – für den Gaststättenbetrieb. Auf die Frage pro oder contra Public-Viewing gab es leider keine Auskunft.

Wer als Gaststätte, Sportverein oder vielleicht auch Gemeindehaus ein Public-Viewing in den südlichen Dortmunder Stadtbezirken (Hörde, Hombruch oder Aplerbeck) anbietet, der kann sich melden unter do-sued@lensingmedia.de

Dann nehmen wir Ihr Event gerne in unsere Auflistung auf.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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