Von links: Horst Günther Eisenberg, Brigitte Peters-Andreas und Theo Stoltenberg. Letzterer hatte an diesem Tag seine Pensions-Feier. © Privat/Brigitte Peters-Andreas
Klassentreffen

Ehemalige Schüler von Theo Stoltenberg suchen Klassenkameraden von 1971

Theo Stoltenberg war einer der beliebtesten Dortmunder, nicht umsonst hat er 2019 das Bundesverdienstkreuz erhalten. Nun suchen Schüler des 2019 verstorbenen Lehrers ihre Klassenkameraden in Dortmund und Umgebung.

Theo Stoltenberg war beliebt. Der 2019 verstorbene Lehrer erlangte vor allem Aufmerksamkeit durch sein Faible für die italienische Kultur, die er unter anderem mit einer grün-weiß-roten Motorhaube an seinem Twingo zum Ausdruck brachte. Und sein ehrenamtliches Engagement war groß – so groß, dass er nicht nur den Cavaliere-Orden, sondern 2019 auch den Bundesverdienstorden erhielt.

Für Brigitte Peters-Andreas war Stoltenberg dagegen vor allem eins: ein „unheimlich großzügiger Lehrer“. Sie war in der ersten Klasse, die Stoltenberg in seiner Lehrerlaufbahn als Klassenlehrer übernahm. 1971 erlangten sie und ihre Klassenkameraden den Abschluss am Aufbaugymnasium in Dortmund- Brünninghausen.

Kontakt zum Lehrer blieb bei vielen bestehen

Das wurde mit einer Klassenfahrt verbunden – natürlich nach Italien. Theo Stoltenberg hat hier studiert und seine Liebe zu Italien auch Jahre später in Dortmund aufrecht gehalten.

Für die damaligen Schüler war das „eine ganz ungewöhnliche Sache“, wie Peters-Andreas betont: „Damals gab es nur ganz selten Klassenfahrten, die Klassen sind höchstens in ein Landschulheim oder eine Jugendherberge in Deutschland gefahren“, sagt sie.

Dem jungen Theo Stoltenberg war die Reise nach Italien jedoch wichtig. Offiziell wurde die Fahrt als Studienreise verbucht – für den Lateinunterricht, den er an dem Aufbaugymnasium in Dortmund- Brünninghausen damals unterrichtete. Doch vor Ort ließ er der Jugend durchaus freien Lauf, berichtet Peters-Andreas. „Er hat uns unheimlich vertraut und sich immer fair verhalten“, sagt sie.

Das alles ist nun genau 50 Jahre her. Am 13. und 14. Mai hat ihre Klasse, so Brigitte Peters-Andreas, die Abiturprüfungen abgelegt. Der Kontakt zum Lehrer ist bei vielen „Ehemaligen“ nicht abgebrochen, wie sie berichtet. Sie selbst hat ihn bei einer Lehrerausbildung wiedergesehen und hatte seitdem losen Kontakt.

„Theo war das Beste, was uns passieren konnte“

„Wie gern hätten wir Theo bei einem Klassentreffen zu diesem Anlass – 50 Jahre Abitur – dabei gehabt!“, so Peters-Andreas mit Bedauern. „Theo war für uns das Beste, was uns passieren konnte“, sagt sie.

Trotzdem sucht sie schon seit über einem halben Jahr nach weiteren Klassenkameraden, um ein Treffen auf die Beine zu stellen. „Zum Jahrestag schaffen wir es leider nicht, auch pandemiebedingt, aber im Herbst würden wir uns gerne treffen“, so Peters-Andreas.

Insgesamt 16 Schüler waren in der damaligen Klasse, vier davon Mädchen. Peters-Andreas hat schon eine umfangreiche Recherche hinter sich, sogar das Einwohnermeldeamt wurde von ihr angefragt. „Acht Leute haben wir schon zusammen, aber der Rest ist leider unauffindbar“, sagt sie.

Daher nun ihre Frage an die Leser: Wer ist aus dem Abiturjahrgang 1971 vom Aufbaugymnasium in Dortmund – oder kennt „Ehemalige“? Kontakt geht an: bripa@gmx.de

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