Immer wenn es Sommer wird, sorgen sich die Bürger um die Wasserqualität in Teich und Gräfte. © Jörg Bauerfeld
Wasserqualität

Sorge um Gewässer am Wasserschloss: Geht den Fischen die Luft aus?

Wenn die Temperaturen steigen, steigt auch die Sorge vieler Bürger um das Wohl der Fische in der Gräfte an einem historischen Wasserschloss im Dortmunder Süden. Wie sieht es aus mit Wasserstand und Sauerstoff?

Was für Fischarten mittlerweile im Teich und der Gräfte am historischen Wasserschloss beheimatet sind, ist nicht bekannt – es müssen viele sein. Dazu die zahlreichen Wasserschildkröten, die hier ihre neue Heimat gefunden haben. Das Gewässer im Ortskern von Aplerbeck ist beliebt bei den Bürgern, die daher auch lieber einen Blick zu viel auf den Zustand werfen.

So wurde zuletzt vermutet, dass der See kurz davor ist, umzukippen. Fehlender Sauerstoff und Algenbewuchs sollten es sein, so zumindest ein aufgeregter Bürger per Mail. Aber was ist nun dran an der Sache? „Der Wasserspiegel ist völlig in Ordnung und auch die Wasserqualität“, sagt Michael Rohde, Verwaltungsstellenleiter.

Das läge auch an der Fontäne in der Mitte des Teiches, die jetzt wieder laufe. „Tatsächlich haben wir die Fontäne coronabedingt etwas später als sonst einschalten können“, so Rohde.

Fachfirma aus Münster kümmert sich um die Fontäne

Eine Fachfirma aus Münster übernimmt das in jedem Jahr. Die baut vor dem Winter das Kopfteil aus – und im Frühjahr wieder ein. Das sei nun passiert. „Seit letzter Woche läuft die Fontäne wieder“.

Der westliche Teil der Gräfte des Wasserschlosses. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Aber sie wartet weiterhin auf eine „Entschlammung“. Schon 2019 hatte die Bezirksvertretung zu diesem Zweck Geld bereitgestellt. Auch musste das THW schon einmal mit der Zufuhr von frischem Wasser nachhelfen, um die Fische über den Sommer zu bringen. Das scheint im Moment nicht nötig.

Einbau einer größeren Fontäne scheitert an Wassertiefe

Es wurde auch schon einmal überlegt, eine größere Fontäne anzuschaffen, um die Wasserqualität noch weiter zu verbessern. Das scheiterte aber an der geringen Tiefe des Gewässers, das zwischen 1,8 Meter und 4 Meter tief ist. Letzteres nur an einigen wenigen Stellen. Eine größere Fontäne hätte aber eine Wassertiefe von über 4 Metern benötigt.

Wasserschildkröten gibt es mittlerweile am Haus Rodenberg jede Menge. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Nötig ist wohl dagegen ein wenig Selbstdisziplin einiger Aplerbecker Bürger. Die benutzen die Gräfte immer wieder als Müllhalde und werfen in das Gewässer, was nicht niet- und nagelfest ist. Von Plastikflaschen über Zigarettenschachteln bis hin zu Absperrpfosten oder alten Fahrräder.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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