Das 1884 erbaute Gebäude macht Platz für ein Wohn- und Geschäftshaus. © Beate Dönnewald
Gerüchte-Check

Abrissarbeiten neben Dortmunder Moschee: Was wird hier gebaut?

Ein altes Haus neben einer Moschee wird abgerissen. Schnell macht die Nachricht die Runde, dass das islamische Gotteshaus im Dortmunder Westen vergrößert wird. Aber der Eigentümer hat andere Pläne.

Seit ein paar Tagen nagt der Abrissbagger an einem fast 140 Jahre alten Gebäude. Weil es direkt neben der „Veysel Karani Camii“-Moschee steht, macht in Dortmund-Marten schnell ein Gerücht die Runde: Anwohner erzählen, dass das islamische Gotteshaus erweitert wird. Doch Eigentümer Hüseyin Seyrek winkt ab.

Nach dem Abriss soll auf dem Areal an der Martener Straße 323 ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen, berichtet der 47-Jährige auf Anfrage. „Mit einem Restaurant, Aufzug, vier Wohnungen und einem Penthouse. Ich möchte den Ortsteil attraktiver machen“, berichtet der Autohändler. Mit seiner Familie wohne er seit 2012 in Marten und fühle sich hier sehr wohl.

Weil die Altimmobilie direkt neben der Moschee liegt, brodelte schnell die Gerüchteküche.
Weil die Altimmobilie direkt neben der Moschee liegt, brodelte schnell die Gerüchteküche. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Vier Wohnungen mit Doppel-Balkon

Die Baugenehmigung liege ihm bereits vor. Er rechne mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr, so Hüseyin Seyrek. Die Wohnungen seien zwischen 60 und 120 Quadratmetern groß und barrierefrei. „Alle werden mit einem Doppel-Balkon ausgestattet.“ Für das Penthouse sei eine Wohnfläche von rund 150 Quadratmetern vorgesehen.

Keine der Wohnungen sei bislang vermietet. Die Vermarktung soll über einen Makler laufen, den er aber noch nicht beauftragt habe, so Hüseyin Seyrek.

Im Restaurant im Erdgeschoss soll es zukünftig internationale Gerichte geben, verrät der Bauherr. Ob er es selber betreiben oder verpachten werde, habe er noch nicht entschieden.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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