Der Angeklagte: Im Gespräch mit seinen Verteidigern Karsten Possemeyer (li.) und Christian Simonis. © Jörn Hartwich
Landgericht Dortmund

Brandserie im Dortmunder Westen: Spürhunde waren sich nicht einig

Der Prozess um die Brandserie im Dortmunder Westen bleibt knifflig. Auch die eingesetzten Hunde waren sich nicht einig.

Sie heißen „Emil“ und „Kalle“ und sollten die Polizei bei der Aufklärung der Brandserie im Dortmunder Westen unterstützen. Doch die beiden Suchhunde waren sich offenbar nicht einig.

Am Dortmunder Schwurgericht ist am Dienstag bekannt geworden, dass die Hunde bei ihrem Einsatz in komplett verschiedene Richtungen gelaufen sind – Emil zog es nach Bochum-Langendreer, Kalle nach Oespel.

Auch die Richter haben erstmals signalisiert, dass es schwierig werden könnte, dem 33-jährigen aus Lütgendortmund alle der angeklagten 18 Brandlegungen nachzuweisen. Der Angeklagte selbst schweigt zu den Vorwürfen.

Dass er in der Nähe der Tatorte war, könnte dagegen sogar stimmen. Bei der Polizei hatte er angegeben, dass er nachts mit dem Rad herumfährt, um Schrott zu sammeln.

Programmierer schlug Alarm

Bei einem Kellerbrand an der Martener Straße im Juni 2020 können sich die Bewohner des Achtfamilienhauses bei einem Programmierer bedanken, der um kurz vor vier Uhr nachts noch am Computer saß und den Rauch als erster entdeckt hat. Ihm war es komisch vorgekommen, dass plötzlich der Fahrstuhl in Bewegung gesetzt wurde. „Ich bin raus, habe dann die Feuerwehr angerufen“, sagte er den Richtern.

Zwei Keller im Haus waren damals komplett zerstört worden. Die Anklage lautet auf Brandstiftung, Mordversuch und Diebstahl. Der Prozess wird fortgesetzt.

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Gerichtsreporter

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