Ein Schild im Schaukasten weist seit Dienstag auf die Schließung hin. Grund sind vier Corona-Fälle. © RN-Foto
Coronavirus

Corona-Mutation in Dortmunder Kita: Komplette Einrichtung geschlossen

In einer Dortmunder Kindertageseinrichtung ist das Coronavirus ausgebrochen : Ende Februar gab es zunächst eine infizierte Person. Nun stehen weitere Fälle fest. Das hat Konsequenzen.

Corona-Ausbruch in einer Dortmunder Kindertageseinrichtung. Bereits seit Tagen gab es darauf Hinweise. Erst am Dienstag (2.3.) bestätigte der Träger das Infektionsgeschehen und beantwortete nach fünf Tagen eine Anfrage dieser Redaktion.

Betroffen ist die katholische Kindertageseinrichtung St. Magdalena in Lütgendortmund. Träger ist die Katholische Kindertageseinrichtungen Östliches Ruhrgebiet gGmbH.

Wie Birgit Sprenger, Fachbereichsleiterin Pädagogik, schriftlich mitteilt, sei eine Erstinfektion am 23. Februar (Dienstag) über einen Schnelltest bekannt geworden. „Das örtliche Gesundheitsamt sowie die betroffenen Kontaktpersonen der Kindertageseinrichtung wurden direkt informiert“, schreibt Sprenger.

Gesundheitsamt ordnete Quarantäne an

„Zeitgleich wurde ein PCR-Test zur sicheren Bestätigung für die betreffende Person veranlasst.“ Ob ein Kind oder eine Erzieherin von der Infektion betroffen ist, darüber gibt die Fachbereichsleiterin „aus datenschutzrechtlichen Gründen“ keine Auskunft.

Wie diese Redaktion bei Recherchen erfuhr, schloss die Einrichtung bereits am Donnerstag (25.2.) eine der drei Gruppen. „Zunächst wurden für die betroffenen Kontaktpersonen innerhalb der Kindertageseinrichtung, durch das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund, eine Quarantäne angeordnet“, erklärt indes Birgit Sprenger.

Drei weitere Positiv-Ergebnisse am Montag

Am Montag (1.3.) habe das Gesundheitsamt den Träger informiert, dass drei weitere „Covid-Infektionen aufgekommen sind und eine Virusvariante nachgewiesen wurde“, schreibt die Fachbereichsleitung. Die Kita St. Magdalena „wurde daraufhin umgehend auf Empfehlung des Gesundheitsamtes geschlossen, um weitere Infektionsketten zu vermeiden“.

Die Einrichtungsleitung habe alle Familien am Montag schriftlich „über die aktuellen Sachverhalte informiert“. Ob weitere Maßnahmen wie etwa Reihentestungen eingeleitet werden, dazu gebe es seitens des Gesundheitsamtes noch keine Informationen, erklärte Birgit Sprenger weiter.

„Die Kindertageseinrichtung bleibt bis zur vollständigen Klärung des Infektionsgeschehens geschlossen“, schreibt sie. „Ein genauer Zeitpunkt wurde uns noch nicht seitens des Gesundheitsamtes benannt.“ Aktuell finde auch keine Betreuung statt.

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Freier Mitarbeiter
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache.
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