Zuerst wurden Diebstähle nur an der Jungferntalstraße bekannt. Doch offenbar drangen unbekannte Täter auch in andere naheliegende Häuser ein. © Geoportal Ruhr / RVR
Einbrüche

Diebstahlserie weitet sich offenbar aus: „Man hat ein ungutes Gefühl“

Nachdem in einem Wohnblock an der Jungferntalstraße Gegenstände aus Hausfluren und von Balkonen gestohlen wurden, werden weitere Ziele der Täter bekannt.

Helga Borrmann war überrascht, als sie im Internet über die Diebstähle an der Jungferntalstraße las. Denn was dort beschrieben wurde, das kennt sie selbst nur zu gut.

Auch in ihr Haus an der Willstätterstraße muss in der letzten Juliwoche jemand eingedrungen sein, um Gegenstände zu stehlen.

„Ich wohne als Eigentümerin seit 1987 hier und sowas ist noch nie passiert“, sagt Helga Borrmann gegenüber unserer Redaktion. Mit „sowas“ meint sie, dass über Nacht Gegenstände aus dem Hausflur verschwinden.

Strafanzeige bei der Polizei gestellt

Bei Helga Borrmann war es ein alter, goldener Servierwagen. Einer Nachbarin wurde das alte Tischchen mit Marmorplatte an der Wohnungstür stibitzt.

Ein anderer Nachbar vermisste eines Morgens ein Bild, das im Hausflur hing. Anderntags hing es wieder, stattdessen waren aber all seine Fußmatten weg. So erzählt es Helga Borrmann.

Sie hat den Diebstahl ihres Servierwagens am 29. Juli gleich zur Anzeige gebracht, was die Polizei auf Anfrage bestätigt.

Wertvoll sei der Servierwagen nicht gewesen. „Da waren die Rollen locker und er ist bestimmt 30 Jahre alt.“ Trotzdem findet sie das Vorgehen „makaber“.

„Man hat ein ungutes Gefühl, wenn man nachts in den Flur geht“, gesteht sie. Denn Helga Borrmann ist sich sicher, dass die Gegenstände nachts gestohlen werden. Zwar würde manch ein Nachbar tagsüber einfach die Tür aufdrücken, wenn jemand klingele, der „Post“ ruft, aber am Abend sei der Wagen noch da gewesen.

Ob es sich tatsächlich um dieselben Täter handelt, kann die Polizei noch nicht sagen. Die Strafanzeige von Helga Borrmann werde derzeit bearbeitet.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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