Polizei

Drogendealer fliegt bei Verkehrskontrolle in Dortmund auf

Eigentlich kontrollierte die Polizei einen Autofahrer in Dortmund nur, weil er zu schnell gefahren war. Die Kontrolle endete für den Mann aber mit einem Besuch beim Haftrichter.
Bei einem Dortmunder Autofahrer fand die Polizei Betäubungsmittel und eine vierstellige Geldsumme. © picture alliance/dpa

Wegen nicht weniger als fünf Vergehen landete ein Autofahrer am Montagabend (15.11.) im Dortmunder Polizeigewahrsam. Dass er auf der Dorstfelder Allee 20 Stundenkilometer zu schnell fuhr, war dabei laut der Polizei das geringste Problem.

Denn zusätzlich stand der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, führte weitere Drogen mit sich und gab – aus seiner Sicht aus gutem Grund – falsche Personalien an. Dass er für einen mittleren vierstelligen Geldbetrag, den er dabei hatte, keine plausible Erklärung hatte, setzte allem die Krone auf.

Schweizer Führerschein und Ausweis

Aufgefallen war der Autofahrer bei einer Geschwindigkeitskontrolle der Polizei an der Dorstfelder Allee, Ecke Kortental, um 18.50 Uhr. Er händigte den Beamten einen Schweizer Führerschein und Ausweis aus. Weil es während der Kontrolle so schien, als stände der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, machte die Polizei einen Vortest auf Methamphetamine und Kokain. Der fiel positiv aus.

Die Polizisten durchsuchten den Mann daraufhin. Dabei kamen acht Bubbles mit weißem Pulver und verschreibungspflichtige Medikamente zum Vorschein. Außerdem der vierstellige Bargeldbetrag und zwei Mobiltelefone. Die Polizisten forderten einen Diensthund an, weitere Betäubungsmittel fand dieser aber nicht.

Den Autofahrer, der außerdem nicht mit seinem eigenen Wagen unterwegs war, brachten die Polizeibeamten auf die Wache. Dort nahm ein Arzt ihm Blut für eine weitere Untersuchung ab.

Polizeigewahrsam und Haftrichter

Es stellte sich außerdem bald heraus, dass die Schweizer Papiere, mit denen er sich hatte ausweisen wollen, gefälscht waren. In Wahrheit handelte es sich bei dem Mann um einen 46-jährigen Dortmunder. Der Grund für die falschen Angaben war dann auch schnell klar: Gegen den Mann bestand bereits vor der Verkehrskontrolle ein Haftbefehl.

Sein Weg führte ihn deshalb nach der Blutabnahme direkt ins Polizeigewahrsam, damit er am nächsten Tag (16.11.) einem Haftrichter vorgeführt werden konnte. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Handels mit Betäubungsmitteln.

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