Straftat

Exhibitionist in S-Bahn: 27-jähriger Fahrgast onaniert vor jungen Mädchen

Einen Albtraum erlebten zwei junge Mädchen während einer S-Bahn-Fahrt in Dortmund: In ihrem Beisein entblößte sich ein Mann (27) und onanierte. Den Tatverdächtigen erwartet ein Strafverfahren.
Der mutmaßliche Exhibitionist flüchtete aus der S-Bahn Richtung Mengeder Markt. Mithilfe von zwei Zeugen konnte er schnell festgenommen werden. © Uwe von Schirp

Ein schreckliches Erlebnis hatten zwei junge Mädchen am Freitagnachmittag (26.3.) in der S-Bahn S2 Richtung Dortmund-Mengede: Ein 27-Jähriger konfrontierte sie mit exhibitionistischen Handlungen. Die beiden Mädchen werden nun dringend gesucht, weil ihre Zeugenaussagen wichtig sind. Der mutmaßliche Exhibitionist wurde in Tatortnähe gestellt.

Ein aufmerksamer Zeuge hatte laut Polizei die kritische Situation erkannt: Um 16.28 Uhr sprangen zwei Mädchen (circa 12-14 Jahre) in der S2 angeekelt von ihren Sitzplätzen auf. Ein unbekannter Mann hatte offenbar vor den Jugendlichen onaniert „und letztlich auch augenscheinlich eine Spur hinterlassen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Was wohl heißt, dass der Mann einen Samenerguss hatte.

Zeugen helfen bei der Festnahme

Der Fremde stieg unmittelbar aus der S-Bahn aus und floh in Richtung Mengeder Markt. Durch das beherzte Eingreifen von Zeugen (zwei Dortmunder: 27 und 28 Jahre) konnte der Tatverdächtige noch in Tatortnähe dingfest gemacht werden.

Polizisten nahmen den 27-jährigen Mann aus Dortmund in der Wache an der Bürenstraße vorläufig fest. Besondere Gründe für eine Untersuchungshaft lagen aber nicht vor. Ihn erwartet ein Strafverfahren.

Die Polizei sucht nun dringend die beiden betroffenen Mädchen – ihre Zeugenaussagen könnten für das Ermittlungsverfahren von Bedeutung sein. Sie werden gebeten, sich bei der Dortmunder Kripo unter (0231) 132-74 41 zu melden.

Tipps der Polizei

Die Polizei erklärt, dass Exhibitionisten meist nicht körperlich angreifen, sondern sich erregen, wenn sie andere Menschen erschrecken, meist Frauen oder Kinder. Für Betroffene, die mit exhibitionistischen Handlungen konfrontiert werden, hat die Polizei diese Tipps zusammengestellt.

  • Ruhe bewahren
  • Sicher auftreten, aber nicht provozieren (z.B. durch Auslachen)
  • Distanz wahren – räumlich wie verbal
  • Weglaufen
  • Kommt es zu einem Wortwechsel unbedingt „Sie“ sagen, „lassen Sie mich in Ruhe!“ „Kommen Sie mir nicht näher!“
  • Mögliche Zeugen direkt ansprechen, wie z.B.: „Haben Sie das auch gesehen?“ – „Sie, mit dem blauen Käppi, helfen Sie mir, ich werde belästigt“
  • Beim Weglaufen die Polizei verständigen, gleich per Handy, Täterbeschreibung geben, später Anzeige erstatten
  • Strafanzeige ist wichtig, weil es die einzige Möglichkeit ist, diese Täter strafrechtlich in ihre Grenzen zu verweisen. Zwar nehmen Täter meist keine Berührungen an Betroffenen vor, aber das Opfer wird nie gefragt, ob es einen entblößten Penis sehen will. Das ist eindeutig eine Grenzverletzung, die niemand erdulden muss und es ist eine Straftat.
  • Sind Kinder betroffen, sollen sie sich, sobald sie in Sicherheit sind, Mutter, Vater, Lehrern, Hausmeistern, OGS-Kräften oder Trainern anvertrauen.

Die Polizei betont: „Betroffene, weder Kinder noch Erwachsene, sind nie für das Geschehen verantwortlich.“

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