Das Gemeindezentrum wird abgerissen. Die Glocken haben bereits eine neue Heimat, auch das Kreuz soll eine neue Funktion bekommen. © Beate Dönnewald
Neue Wohnungen in Dortmund

Gemeindezentrum wird abgerissen: Glocken läuten bereits im Ausland

Ein Gemeindezentrum macht Platz für neue Wohnungen. Die Glocken haben bereits eine neue Heimat – fast 2000 Kilometer entfernt von Dortmund. Auch das Kreuz auf dem Turm soll gerettet werden.

Der Aufschrei war groß, als die Evangelische Kirche das Aus der Gemeindezentren in Dortmund-Oestrich und -Nette verkündete. Über vier Jahre liegt diese für viele Gläubige schmerzvolle Zeit zurück.

„Ja, die Entscheidung hat viele sehr mitgenommen, es war ein schwieriger Prozess“, erinnert sich Noah-Pfarrerin Renate Jäckel im Gespräch mit dieser Redaktion. Doch sowohl in Nette als auch in Oestrich sei ein Neuanfang gelungen.

Was geblieben ist, sind die entwidmeten Gemeindezentren. In Nette soll auf dem Areal unter anderem ein Kindergarten-Gebäude entstehen, in Oestrich werden 27 Sozialwohnungen gebaut. Die Oestricher Neubau-Pläne sind bereits weit fortgeschritten.

Der Gemeindehaus-Abriss an der Straße Auf dem Brauck erfolgt laut Investor Hans Georg Overmann in circa einem Monat. Der Bau der drei Mehrfamilienhäuser wird rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Weil die Wohnungen öffentlich gefördert werden, benötigen die zukünftigen Mieter einen Wohnberechtigungsschein.

Glocken in der Ukraine

Die Glocken wurden bereits im Sommer ausgebaut und auf eine weite Reise geschickt. „Wir haben sie über eine Glockenbörse an eine Gemeinde in der Ukraine verkauft“, berichtet Pfarrerin Birgit Irmer.

Auch das Kreuz auf dem Glockenturm soll gerettet werden. Die zukünftige Verwendung stehe noch nicht fest „Das Netter Kreuz befindet sich auf dem Friedhof“, so Irmer. Vergleichbares werde wohl auch mit dem Oestricher Kreuz passieren.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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