Mitternacht auf der Dörwerstraße: Seit Stunden arbeiten Spezialisten an der Behebung eines Rohrbruchs an einer Transportleitung. © Uwe von Schirp
DEW21

Großer Rohrbruch in Dortmund: 350 Haushalte hatten kein Wasser

An der Dörwerstraße in Dortmund-Nette gab es einen großen Wasserrohrbruch. Er betraf mehrere Straßen. 350 Haushalte mussten bis in die tiefe Nacht ohne Wasser auskommen.

Gut 350 Haushalte in Dortmund-Nette mussten am Donnerstagabend (24.6.) auf etwas verzichten, das so selbstverständlich scheint: Sie konnen nicht duschen, sich kein Glas Wasser aus dem Hahn nehmen und auch mit der Klospülung wurde es eng.

Denn der Dortmunder Wasserversorger DEW21 musste nach einem großen Wasserrohrbruch den Haushalten das Wasser abstellen. Noch um Mitternacht liefen die Reparaturarbeiten. Seit den frühen Morgenstunden haben die Haushalte aber wieder Trinkwasser für den Kaffee oder Tee zum Frühstück.

Betroffen waren laut DEW-Sprecher Ole Lünnemann in der Dörwerstraße die Häuser der Nummern 18-73 sowie Anwohner der Butzstraße und des Adelhartwegs, zwei Straßen in unmittelbarer Nähe der Dörwerstraße.

Schaden an großer Transportleitung

Dass so viele Haushalte betroffen waren, liegt laut Lünnemann daran, dass nicht ein einfaches Rohr gebrochen war, sondern eine große Transportleitung. „Das zu reparieren, wird uns bis in die Nacht beschäftigen“, sagt er am Abend..

Die DEW sei aber mit genügend Technikern und Spezialisten vor Ort. Vorsichtigen Schätzungen nach wollte man den Schaden zwischen drei und vier Uhr nachts behoben haben. Es ging schneller.

Am späten Donnerstagnachmittag kam es auf der Dörwerstraße in Höhe der Haltestelle Hördemannshof zu einem Wasserrohrbruch.
Am späten Donnerstagnachmittag kam es auf der Dörwerstraße in Höhe der Haltestelle Hördemannshof zu einem Wasserrohrbruch. © Uwe von Schirp © Uwe von Schirp

Damit die Haushalte bis dahin nicht komplett auf fließendes Wasser verzichten mussten, baute DEW21 ein Standrohr auf: Die Zapfstelle stand vor der Butzstraße Nummer 4, im Süden der Großwohnsiedlung. Von dort konnte jeder am Abend Wasser in Eimern oder Flaschen mit nach Hause nehmen.

DEW21 hatte am Donnerstagabend zunächst die Anwohner per Lautsprecherwagen informiert, dass das Wasser abgestellt werden musste.

Bushaltestelle kann nicht angefahren werden

Das Transportrohr war auf Höhe der Bushaltestelle Hördemannshof gebrochen. Der Bereich war sofort großflächig mit Wasser geflutet und wurde daher abgesperrt. Auch die Busse der Linien 470, 471 und 477 konnten nicht halten.

Hördemannshof ist die Haltestelle für das Netter Schulzentrum. Das war ebenfalls am Abend ohne Wasser. Nach der nächtlichen Reparatur des Rohrbruchs kann am Freitag der Schulbetrieb wieder normal laufen.

Baufahrzeuge bestimmten auf einer Länge von gut 100 Metern das Bild am Donnerstagabend auf der Dörwerstraße. Am Freitagmorgen steigen hier hunderte Schüler des Netter Schulzentrums aus dem Bus.
Baufahrzeuge bestimmten auf einer Länge von gut 100 Metern das Bild am Donnerstagabend auf der Dörwerstraße. Am Freitagmorgen steigen hier hunderte Schüler des Netter Schulzentrums aus dem Bus. © Uwe von Schirp © Uwe von Schirp

Was zu dem Rohrbruch geführt haben kann, ist laut Lünnemann unklar. Und wird wohl auch nie herausgefunden werden. „Die Ursachen eines Rohrbruchs sind sehr komplex“, sagte der Sprecher am Abend. Viele Faktoren spielten eine Rolle: der Zustand des Rohrs, Bewegungen im Boden, die Witterung.

Nun gelte es zu reparieren. Die Ursache könne im Nachhinein in der Regel nicht mehr ausgemacht werden. Fest stehe aber: „Es ist kein Rohrbruch-Wetter“. Das habe man eher im Winter, wenn der Frost kommt.

Zweiter Rohrbruch in zwei Tagen

Trotzdem hat es nun gleich an zwei Tagen in Folge einen Wasserrohrbruch im Dortmunder Westen gegeben: Erst am Mittwoch war in Dortmund-Mengede in der Goslarstraße ein Rohr gebrochen. Die DEW21 hatte dort am Mittwochvormittag das Wasser für die Häuser Nummer 19 bis 45 abstellen müssen.

Den ganzen Tag über waren Techniker im Einsatz. Am frühen Abend war der Schaden behoben und das Wasser floss wieder – allerdings war an der Goslarstraße auch eine viel kleinere Leitung betroffen als in Nette. Auch in Mengede konnten die betroffenen Anwohner sich Not-Wasser aus einem Standrohr zapfen, das die DEW21 aufgestellt hatte.

Ihre Autoren
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
Zur Autorenseite
Avatar
Freier Mitarbeiter
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache.
Zur Autorenseite
Avatar

Haltern am Abend

Täglich um 19:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt