Am 6. März kam es zu dem Brand an der Castroper Straße, bei dem mehrere Familien ihr Heim verloren. © Helmut Kaczmarek
Brandopfer

Nach Brand in Not: Große Spendenbereitschaft für Teamkollegen bei SF Nette

Ein Funken Hoffnung für eine Oestricher Familie, die im März bei einem Brand ihre Wohnung verlor: Eine Spendenaktion sorgt dafür, dass sie wieder ein Stück weit ihre Zukunft planen kann.

Rußspuren an der Fassade zeugen noch heute von der Feuersbrunst in der Tiefgarage: Das Haus Nummer 90 an der Castroper Straße in Dortmund-Oestrich, das infolge eines Brandes Mitte März beschädigt wurde, bleibt wohl unbewohnbar.

Was als Garagenbrand begonnen hatte, war in kürzester Zeit auf mehrere Wohnungen des Hauses übergegangen. Und hatte sie so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass 16 Menschen von jetzt auf gleich bei Freunden und Verwandten unterkommen mussten. Sie verloren ihr Zuhause.

Zahlreiche Einrichtungsgegenstände der Wohnungen wurden stark beschädigt. Unter den Geschädigten des Brandes ist auch ein junger Spieler der 1. Mannschaft der DJK Sportfreunde Nette.

Teamkollegen sammelten Geld

Als seine Teamkollegen davon erfuhren, riefen sie eine Spendenaktion ins Leben. Vor zehn Tagen wurde die Aktion abgeschlossen, wie Eike Sturmeit (24) erklärt. Er hatte die Sache ins Rollen gebracht, an der sich der ganze Stadtteil mit Spenden beteiligte. „Insgesamt wurden 1720 Euro gesammelt. Wir haben sie meinem Mannschaftskollegen überwiesen. Von dem Geld wird er wohl neue Möbel kaufen“, berichtet Sturmeit.

Man stehe in regelmäßigem Kontakt zueinander. „Nach dem Brand ist seine Familie bei Freunden untergekommen. Derzeit sucht man nach einer neuen Wohnung“, sagt der Amateurkicker.

Umzug in neue Wohnung

Der 23-Jährige selbst sei aber nicht mit dorthin gezogen, sondern sei erst einmal bei seiner Freundin untergekommen. Nun sei aber auch seine Wohnungssuche erfolgreich verlaufen: Alsbald steht nach Informationen von Eike Sturmeit ein Umzug in eine neue Wohnung an. „Er hat bereits angefragt, ob wir vom Verein bei dem Umzug mithelfen könnten – und natürlich werden wir das tun“, sagt Eike Sturmeit.

Über den Erfolg des Spendenaufrufs sei man bei den Sportfreunden besonders erfreut gewesen. „In so einer Situation konnte die Familie wirklich jeden Cent gebrauchen. Es freut uns, dass sich so viele Menschen beteiligt hatten“, so Sturmeit.

Der Brand hatte auch über die Spendenaktion hinaus eine große Welle an Solidarität mit den 16 Bewohnern des betroffenen Hauses nach sich gezogen. Nachbarn halfen in der Brandnacht den Opfern. Bis Notunterkünfte für die Hausbewohner gefunden waren, beherbergte Nachbar Mehmet Atan die Menschen kurzzeitig bei sich.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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