Nach den Kellerbränden in ihren Beständen hat die Vonovia neue Sicherheitsvorkehrungen für ihre Mieter entwickelt. © Stephan Schuetze

Nach Kellerbränden: Vonovia will Mieter durch Sicherheitsdienst schützen

Das Wohnungsunternehmen Vonovia reagiert mit neuen Sicherheitsvorkehrungen auf die Kellerbrand-Serie im Dortmunder Westen. Denn zweimal waren auch dort die Bestände betroffen.

Rund 8300 Mieter bekommen in diesen Tagen Post von der Vonovia. Damit reagiert das Wohnungsunternehmen auf die Brandserie im Dortmunder Westen. Denn zweimal schlug der „Feuerteufel“ auch in seinen Beständen zu – zuletzt in einem Gemeinschaftskeller im Kiepeweg 1 in Westerfilde. Hier ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung.

Der Serienbrief wird seit Dienstag (21.7.) an die Vonovia-Mieter in den Stadtteilen Lütgendortmund, Marten, Kirchlinde, Bodelschwingh, Westerfilde, Huckarde, Mengede, Nette und Eving verschickt. „Die Sicherheit unserer Mieter liegt uns am Herzen. In dem Brief bitten wir sie um ihre aktive Mithilfe“, berichtet Pressesprecherin Bettina Benner.

„Schließen Sie ordnungsgemäß die Haustür“

Die wichtigste Botschaft in dem Schreiben: Die Mieter mögen dafür sorgen, dass keine Fremden das Wohnhaus von außen ohne Berechtigung betreten können. Haustüren und Kellerfenster sollten zu keiner Tages- oder Nachtzeit unbeaufsichtigt offen stehen.

Wie bei den anderen Kellerbränden brannten am Sonntagmorgen auch im Kiepweg 1 Gerümpel und Sperrmüll.
Wie bei den anderen Kellerbränden brannten auch im Kiepweg 1 Gerümpel und Sperrmüll. © Helmut Kaczmarek © Helmut Kaczmarek

„Schließen Sie ordnungsgemäß die Haustür und nutzen Sie die Gegensprechanlage“, fordert die Vonovia ihre Mieter auf. Genauso wichtig sei es, heißt es weiter, die Türen der Mieterkeller sowie die Zugangstüren zu den Kellergängen abzuschließen.

Zusätzlich setzt die Vonovia in Westerfilde ab sofort einen Sicherheitsdienst ein. Er werde jeden Abend kontrollieren, ob die Haustüren wirklich ordnungsgemäß verschlossen sind, um so eine erneute Brandstiftung zu verhindern, so Bettina Benner. Denn: „Viele Bewohner kümmert es hier einfach nicht, ob die Haustüren verschlossen sind oder nicht“, hatte Monika Hohmann, Sprecherin des Mieterbeirats, bereits am Tag des Kellerbrands (18.7.) gegenüber dieser Redaktion kritisiert.

„Mieter sollen sich wieder sicher fühlen“

In Westerfilde bewirtschaftet die Vonovia rund 1000 Wohnungen. Konkret geht es um die Straßen Westerfilder Straße, Gerlachweg, Kiepeweg, Speckestraße, Luftschacht, Westhausener Höfe, Im Odemsloh und Wenemarstraße. „Den Sicherheitsdienst setzen wir in Absprache mit der Polizei ein. Wir möchten, dass sich unsere Mieter wieder sicher fühlen können“, so Bettina Benner. Denn viele hätten Angst, dass der Feuerteufel wieder zuschlägt.

Die Ermittlungen der Polizei zur Brandserie dauern an. Dafür ist sie auch verdeckt im Einsatz. Zeugen bittet die Dortmunder Polizei um Hinweise an die Kriminalwache unter Tel. (0231) 132-7441. Wer in den Nacht- und Morgenstunden eine verdächtige Person sieht, sollte sofort den Polizei-Notruf 110 wählen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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