Bis zu 3,5 Meter breit sind die neuen Radwege an beiden Ufern des Dortmund-Ems-Kanals. Komplett neue Unterbauten und Deckschichten machen Radtouren zum Vergüngen. © Uwe von Schirp
Dortmund-Ems-Kanal

Neue breite Uferwege am Kanal: Freie Bahn für Radfahrer und Fußgänger

Die Bauarbeiten an den Uferwegen auf beiden Seiten des Dortmund-Ems-Kanals sind beendet. Freie Bahn für Radfahrer und Fußgänger. Ein lang gehegter Wunsch soll sich im Juni erfüllen.

Monatelang versperrten Baken den Zugang zu den Uferwegen auf beiden Seiten des Dortmund-Ems-Kanals zwischen Deusen und Holthausen im Süden sowie Groppenbruch im Norden. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) Westdeutsche Kanäle erneuerte die bei Radfahrern und Spaziergängern beliebte Strecke.

Seit Freitag (14.5.) sind die Baken verschwunden. „Beide Wege sind wieder offen“, erklärt Thomas Hoersch, für den Bau zuständiger Ingenieur der WSV. Beide jeweils knapp fünf Kilometer lange Abschnitte haben einen neuen Unterbau und eine neue Deckschicht.

Der Weg am westlichen Ufer, von Deusen bis Groppenbruch, ist Teil der Dortmund-Ems-Kanal-Radroute. Der 350 Kilometer lange Fernradwanderweg verbindet den Dortmunder Hafen mit Norden-Norddeich an der Nordsee.

Monatelang ruhte die Baustelle

Die beiden erneuerten Streckenabschnitte auf Dortmunder Stadtgebiet sind nicht nur für Radreisende interessant. Sie ermöglichen auch eine Halbtages- oder Tagestour von Deusen bis Waltrop oder zum Schiffshebewerk in Henrichenburg und auf der anderen Seite zurück nach Holthausen.

Die Uferwege sind eine beliebte Strecke für Radtouren - mit manchmal spektakulären Blicken auf die langen Kanal-Pötte.
Die Uferwege sind eine beliebte Strecke für Radtouren – mit manchmal spektakulären Blicken auf die langen Kanal-Pötte. © Uwe von Schirp © Uwe von Schirp

Bis zu 3,5 Meter breit sind die neuen Wege. Sie haben eine Deckschicht aus Dolomit oder Brechsand. Auch den Untergrund hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung komplett erneuern lassen. Begonnen hatten die Arbeiten im August vergangenen Jahres.

Dann aber ruhte die Baustelle monatelang. Grund war die Insolvenz der ursprünglich mit dem Bau beauftragten Firma. Thomas Hoersch berichtet zudem von Problemen mit der neuen Deckschicht an einigen Stellen.

Nach Regenfällen bildeten sich Pfützen auf dem Brechsand. Womöglich sei das Gefälle zu den Seiten zu gering. Zudem hätten sich Spurrinnen gebildet. Fahrzeuge und Radfahrer wären vor dem Planieren über den neuen Weg gefahren. Die Deckschicht war noch nicht ausgehärtet.

In Holthausen sollen bald Wünsche wahr werden

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt den Radfahrern. Seit Jahren ärgern sie sich, dass am Ostufer der Weg für einige hundert Meter unterbrochen ist. Es ist der Bereich des ehemaligen Sicherheitstors Holthausen. „Das ist besch… gelaufen“, sagt Thomas Hoersch. „Das Stück sollte immer schon mal frei gegeben werden.“

Auf der östlichen Seite ist der Radweg auf einigen hundert Metern im Bereich des ehemaligen Sicherheitstors Holthausen unterbrochen. Im Juni soll sich das ändern. Die Häuschen (rechts im Bild) verschwinden ebenso wie die Tore, die den Weg versperren.
Auf der östlichen Seite ist der Radweg auf einigen hundert Metern im Bereich des ehemaligen Sicherheitstors Holthausen unterbrochen. Im Juni soll sich das ändern. Die Häuschen (rechts im Bild) verschwinden ebenso wie die Tore, die den Weg versperren. © Uwe von Schirp © Uwe von Schirp

Dann habe es Personalwechsel gegeben, letztlich sei die Entscheidung gefallen, den Neubau des Weges abzuwarten. Nun sei die Außenstelle Datteln der Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung Westdeutsche Kanäle zuständig. „Es soll tatsächlich im Juni etwas werden“, erklärt der Ingenieur der Duisburger Bundesbehörde.

Vor der Freigabe müssten zwei Häuschen zurückgebaut, die Zaunanlage geschlossen und die Tore ausgebaut werden. Anschließend haben Radfahrer und Fußgänger freie Bahn und müssen den Leinpfad nicht mehr verlassen.

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Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache.
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