Verständnis für „Weihnachtsflair“-Absage und Hilfe für Nordstadt

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Mit Spenden machten sich Mireta Freifrau zu Knyphausen (l.) und Mitarbeiterin Stephanie Streit-Boudon nach der Weinachtsflair-Absage auf den Weg. © Privat
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Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen. Vier Tage vor der geplanten Eröffnung an diesem Donnerstag (25.11.) hat die Familie zu Knyphausen als Veranstalterin den beliebten „Weihnachtsflair“-Markt im Bodelschwingher Schlosspark abgesagt. Die Corona-Lage erscheint angesichts steigenden Infektionszahlen, neuer Vorschriften und den ungewissen wirtschaftlichen Folgen für die Händler zu unsicher.

„Es war ein schwerer Prozess zu dieser Entscheidung zu kommen, aber sie fühlt sich jeden Tag richtiger an“, stellt Mireta Freifrau zu Knyphausen drei Tage später fest. Man habe von allen Seiten Zuspruch für die Absage bekommen, auch von den betroffenen Händlern. Denen versuchen die „Weihnachtsflair“-Organisatoren zu helfen, in dem sie auf der Internet-Seite von Schloss Bodelschwingh nun auf die Online-Angebote der Händler verweisen.

Lebensmittel, die für die „Weihnachtsflair“ angeschafft worden waren, überreichten Mireta Freifrau zu Knyphausen und Mitarbeiterin Stephanie Streit-Boudon (v.l.) an die Ehrenamtlichen der Kana-Suppenküche. © Privat © Privat

Auch in einem anderen Punkt hat man aus der Not eine Tugend gemacht: Schon gekaufte Lebensmittel für die „Weihnachtsflair“ wurden gespendet. 150 Portionen warme Mahlzeiten, die eigentlich für die „Weihnachtsflair“-Helferinnen und -Helfer gedacht waren, und Kaffee für 1000 Tassen wurden an die Kana-Suppenküche in der Nordstadt übergeben, wo Obdachlose warmes Essen und Getränke bekommen.

Einen Weihnachtsbaum, Obst und Schokolode übergab Mireta Freifrau zu Knyphausen (r.) an die Leiterin der Nordmarkt-Grundschule, Alma Tamborini. © Privat © Privat

Einen Weihnachtsbaum, frisches Obst und Schokolade übergab Mireta zu Knyphausen gleich nebenan an die Nordmarkt-Grundschule.