In vielen Kliniken gilt seit dem dramatischen Anstieg der Infektionszahlen ein striktes Besuchsverbot. Ein Dortmunderin hält die Maßnahme für grausam und unmenschlich.
In vielen Kliniken gilt seit dem dramatischen Anstieg der Infektionszahlen ein striktes Besuchsverbot. Ein Dortmunderin hält die Maßnahme für grausam und unmenschlich. © dpa
Appell in der Corona-Krise

Verstorbener in Klinik vier Wochen ohne Besuch: „Es zerreißt mir das Herz“

Die Seniorin möchte niemanden anklagen. Ihr Appell sei ein „Hilferuf für alle, die zurückbleiben.“ Es geht um Besuchsverbote in Krankenhäusern, einsames Sterben und das Leid der Angehörigen.

Der Anruferin fällt das Sprechen schwer. Vor wenigen Tagen erst ist ihr Schwiegersohn an einer Herzerkrankung gestorben. Vier Wochen lag der Dortmunder (66) in einem Bochumer Krankenhaus, in der gesamten Zeit durften Tochter und Enkeltochter ihn nicht besuchen. „Kurz vor seinem Tod konnten sie dann zu ihm, doch da war er nicht mehr bei Bewusstsein.“

„Es ist ein Hilferuf für alle, die zurückbleiben“

Striktes Besuchsverbot auch in Dortmunder Kliniken

Über die Autorin
Redakteurin
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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