10.000 Euro Corona-Kosten: Sportvereine müssen flexibel reagieren

hzCorona in Dortmund

Kleinere Sportvereine haben Probleme während der Corona-Pandemie. Sie müssen Geldgeber suchen, die ihnen eine Finanzspritze geben, damit sie die Hygiene-Regeln umsetzen können.

Sölde

, 15.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es läppert sich, was auf einen Verein an Kosten zukommt, will er den Trainings- und Spielbetrieb nach dem vorgegebenen Hygienekonzept ab Anfang September durchführen. Denn im September geht die Fußballsaison wieder los. Sowohl in der Jugend, als auch bei den Senioren.

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, wie eine größere Menge Papiertücher zum Abtrocknen oder eben das flüssige Desinfektionsmittel. Aber es wird wohl eine echte Kostenlawine werden, die auf die Fußballvereine zurollt – nicht nur im Dortmunder Süden.

Preise für Hygienemittel gestiegen

Rund 10.000 Euro könnten es in einer Spielzeit werden, schätzt Michael Peschke, Vorsitzender des VFR Sölde. Das liege auch daran, dass die Preise für bestimmte Produkte durch die Decke gegangen seien. Wie zum Beispiel bei den Spendern für das Desinfektionsmittel oder eben das Mittel selbst.

In Sölde kommt man durch Beziehungen günstiger dran. Ein vierstelliger Betrag werde aber locker pro Saison dafür draufgehen. „Wir sind schon sehr gut vorbereitet“, sagt Peschke. Verschiedene Eingänge zum Sportplatz, wer nicht am Training oder Spiel teilnimmt und trotzdem da ist, muss sich in eine Liste eintragen - darauf wird penibel geachtet.

300 Zuschauer sind auf dem Platz zugelassen

„Im Moment ist das noch alles easy“, so Peschke. Überschaubar sind die Zuschauerzahlen bei den Freundschaftsspielen oder bei den Trainingseinheiten der Jugendmannschaft, wo die Eltern oft mit dabei sind.

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Wenn die Saison am 6. September losgeht, könnte das anders sein. Bis zu 300 Zuschauer sind im Stadion „Pötschkes Rosengarten“ zugelassen. Ganze Jugendspieltagblöcke wird es dann wieder geben. „Dann werden wir die Einhaltung der Hygieneregeln nicht mehr ehrenamtlich stemmen können“, sagt Peschke.

Dann werden wohl Security-Mitarbeiter angeheuert werden müssen, die genau darauf achten, dass die Listen für die Zuschauer sachgemäß ausgefüllt werden und der Abstand am Rande des Spielfeldes eingehalten wird.

Sponsoren für die Umsetzung der Maßnahmen gesucht

Also braucht es Sponsoren, die helfen, dass der Verein über die Runden kommt. Beim VFR Sölde ist für solche Dinge unter anderem Siggi Müller zuständig. Der Fußball­Kreis­Koordinator und Integrations­Beauftragte des VFR verfügt über ein großes Netzwerk an verlässlichen Partnern. So gab die Sparkasse jetzt aus ihrem Fördertopf 2500 Euro für die Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen im Stadion „Pötschkes Rosengarten“.

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Davon können wir zum Beispiel die Absperrungen etwas professioneller gestalten und brauchen nicht immer auf das Plastik-Flatterband zurückzugreifen“, so Peschke. „Und wir können solche Dinge auch noch später nutzen. Corona wird uns wohl noch lange beschäftigen.“

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