1963 im Fernsehen und auch heute wieder dabei: Aplerbecker Posaunenchor beim Kirchentag

hzEvangelischer Kirchentag

Vor 56 Jahren gab es schon einen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Das ZDF begleitete damals den Aplerbecker Posaunenchor. Auch diesmal sind die Musiker mittendrin statt nur dabei.

Aplerbeck

, 18.06.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Programm kann sich sehen lassen. Vier Tage Evangelischer Kirchentag in Dortmund und an allen vier Tagen ist auch der Aplerbecker Posaunenchor im Einsatz.

Und es ist jetzt nicht etwa so, dass die Musikerinnen und Musiker unter „Ferner liefen“ spielen. Die Aplerbecker sind in der großen Westfalenhalle am Freitag (21.6.) ebenso zu hören wie bei einem großen Bläserkonzert am Samstag (22.6.) ab 15 Uhr in der Kirche am Markt in Hombruch an der Harkortstraße und beim Abschlussgottesdienst am Sonntag (23.6.) im Signal-Iduna-Park.

Ein großes Ereignis für die Aplerbecker, von denen aber noch zwei an den ersten Kirchentag im Jahr 1963 zurückdenken. Denn da waren die Mitglieder des Posaunenchores echte Fernsehstars. Vom 24. bis 28. Juli war das und das ZDF hatte sich angesagt. Ein Film wurde gedreht unter dem Titel „Gottes eigene Blasmusik“.

1963 von einem Kamerateam begleitet

Ausgesucht wurde der Posaunenchor Aplerbeck, der dann während des Kirchentages von einem Kamerateam begleitet wurde. Zwei der jetzigen Chormitglieder waren auch damals schon dabei. Willi Gerhold (84) und Gerd Stemmann (75).

Der Leiter des Chores im Jahr 1963 war Diakon Wilhelm Koch, nach dem heute im Stadtbezirk eine Straße benannt ist. „Der war auch bekannt als der Posaunengeneral“, sagt Willi Gerhold. „Natürlich nur unter der Hand“. Zum einen hatte Diakon Wilhelm Koch gute Kontakte, „aber wir gehörten auch zu den aktivsten Chören in Dortmund“, sagt Gerd Stemmann. Daher wurde dann auch das ZDF auf die Musiker aufmerksam.

Abschlussgottesdienst war damals an der Rennbahn

„Die Hauptversammlung mit Abschlussgottesdienst war damals auf der Rennbahn. 350.000 Menschen waren 1963 mit dabei“, erinnert sich Stemmann. Und an die kleinen und großen Probleme beim Dreh des Films. Wie auf dem Evangelischen Friedhof. „Da haben wir alle gestanden und ‚Christ ist erstanden‘ gespielt.“

Dann fuhr Brune mit seinem LKW über die alte Aplerbecker Straße. Leer und mit Metallaufbauten. „Das schepperte so, dass der Toningenieur des Fernsehteams sofort abbrach und wir noch einmal anfangen mussten“, sagt Willi Gerhold.

Im Bethanien in Hörde wurde auch gespielt. „Da haben wir, glaube ich, 17 Versuche gebraucht, weil immer jemand durchs Bild lief“, sagt Stemmann. Bei diesem Kirchentag ist keine Kamera mit dabei, was der Motivation der Chormitglieder aber keinen Abbruch tut.

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