23-Jähriger bespuckt Bundespolizisten und tritt einem Beamten in die Genitalien

Hauptbahnhof Dortmund

Ein Einsatz der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof ist am Freitagabend dermaßen eskaliert, dass dabei mindestens ein Beamter verletzt wurde.

Dortmund

10.11.2019, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bundespolizisten wurden am Freitag gegen 21 Uhr zu einem Zug im Dortmunder Hauptbahnhof gerufen, weil ein Mann einen Intercity von Hagen nach Dortmund ohne Fahrausweis genutzt hatte. Da er sich weigerte, seine Identitätspapiere vorzuzeigen, wurde er zur Wache gebracht. Dort sollten seine Fingerabdrücke überprüft werden.

Wie die Bundespolizei in der Pressemitteilung schreibt, versuchte der 23-Jährige dabei, erst den Fingerscanner durch Fußtritte zu beschädigen, und spuckte anschließend einem 43-jährigen Bundespolizisten ins Gesicht und auf die Uniform. Dieser musste sich, aufgrund des empfundenen Ekels, mehrmals übergeben.

23-Jähriger beleidigt Bundespolizisten fortwährend

Daraufhin wurde dem somalischen Staatsangehörigen eine Spuckschutzhaube übergestülpt. Da er sich gegenüber allen anwesenden Bundespolizisten erheblich aggressiv zeigte, sie fortwährend beleidigte und in der Gewahrsamszelle randalierte, sollte er in das Polizeigewahrsam eingeliefert werden.

Auf dem Weg zum Streifenwagen gelang es dem 23-Jährigen, sich die Spuckschutzhaube vom Kopf zu schieben, sodass er den ihn begleitenden 25-jährigen Bundespolizisten erst in die Augen spuckte und anschließend in die Genitalien trat. Zwei weitere Bundespolizisten überwältigten den Mann und lieferten ihn in das Dortmunder Polizeigewahrsam ein.

Kein Aufenthaltstitel für die BRD

Weitere Ermittlungen ergaben, dass sich der Mann mit gleich fünf Identitäten im Bundesgebiet aufhält. Einen Aufenthaltstitel für Deutschland besitzt er nach Angaben der Bundespolizei nicht. Zudem besteht gegen den Mann ein Hausverbot, weil er im Verdacht steht, in einer Flüchtlingsunterkunft in Süddeutschland Brandstiftung begangen zu haben.

Die Bundespolizei leitete gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, unerlaubten Aufenthalts und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte ein.

Nach Rücksprache mit der Justiz wurde er später, mit der Aufforderung sich bei der Ausländerbehörde zu melden, aus dem Gewahrsam entlassen.

Am Montagmorgen erklären Bundespolizei und Staatsanwaltschaft, wie es zu der Freilassung kam:

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