24 bestätigte Fälle: Stadt Dortmund untersagt alle öffentlichen Veranstaltungen

Coronavirus

Die Stadt Dortmund hat in einer Sondersitzung beschlossen, dass keinerlei öffentliche Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen. Fünf weitere Coronavirus-Fälle sind am Samstag bestätigt worden.

Dortmund

, 14.03.2020, 20:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Dortmunder City war es am Samstag deutlich leerer als sonst an sonnigen Wochenenden.

In der Dortmunder City war es am Samstag deutlich leerer als sonst an sonnigen Wochenenden. © Kevin Kindel

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat in einer Sondersitzung am Samstag beschlossen, dass bis auf Weiteres ab Sonntag (15.3.) keinerlei öffentliche Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen. Dies ist eine weitere Maßnahme, die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken.

Ausgenommen sind nur solche Veranstaltungen, die „aus Gründen überwiegenden öffentlichen Interesses“ notwendig sind, insbesondere solche, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfürsorge bestimmt sind. So schreibt es die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

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Dazu gehören der Verwaltung zufolge etwa auch Wochenmärkte, auf denen die Menschen im Rahmen der Nahversorgung Lebensmittel kaufen können. Gaststätten, Bars und Restaurants bleiben weiter geöffnet.

Ebenso sind Kinos, Religionsgemeinschaften und Fitnessstudios nach Auskunft der Stadt geöffnet: „Wir appellieren aber an alle, zu Hause zu bleiben.“ Der Evangelische Kirchenkreis teilt am Abend allerdings mit, dass ab sofort keine evangelischen Gottesdienste in Dortmund stattfinden.

Besuche von Pflegeeinrichtungen sind zu beschränken

Besuche von stationären Pflegeeinrichtungen sind ab sofort auf das Notwendigste zu beschränken; je Bewohner im Regelfall eine Person je Tag. Die Besuche sollen maximal eine Stunde dauern.

Die Stadt Dortmund appelliert an die Bürger, ihre sozialen Kontakte weitgehend einzuschränken und möglichst nicht an privaten Veranstaltungen teilzunehmen. Im Sinne des medizinischen Schutzes und um Infektionsketten zu vermeiden, sollte man generell Abstand halten. Private Treffen sollten - wenn überhaupt - in kleinem Rahmen stattfinden.

„Dortmund ist eine solidarische Stadt“

„Grundsätzlich gilt: gesund bleiben, Kontakte meiden“, so die Stadt. Menschen, die nicht positiv auf Corona getestet wurden, könnten sich beispielsweise um ältere Menschen kümmern, indem sie etwa Einkäufe erledigen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau sagt: „Dortmund ist eine solidarische Stadt – dies hat sie auch in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt. Die Menschen hier gehen verantwortungsbewusst und mit großem Respekt miteinander um. Ich bin mir sicher, dass sie gute und auch kreative Ideen haben, mit dieser Situation umzugehen.“ Der Oberbürgermeister bittet um Verständnis dafür, dass die aktuelle Verfügung das gewohnte Leben in der Stadt einschränkt.

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Der Verwaltungsvorstand hat sich in seiner fünfstündigen Sondersitzung auch mit weiteren Themen im Zusammenhang mit dem Coronavirus beschäftigt. So auch damit, wie Dortmund mit den Entscheidungen der Landesregierung von Freitag mit Blick auf Schulen und Kitas umgehen wird. Unter anderem dazu wird auch am Sonntag der städtische Krisenstab tagen. Die Ergebnisse der Arbeit des Stabes will die Stadt am Sonntagabend per Medieninformation mitteilen.

Am Samstagabend sind 24 Fälle des Coronavirus in Dortmund bestätigt. Das sind fünf mehr als am Vortag. Weitere Details sind in einer städtischen Bekanntmachung zum Thema zu lesen.

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