Rohrbrüche in Derne und Eving: Altenheim hortet Wasser in Badewannen

hzWasserrohrbruch

In Eving und Derne kam es am Donnerstag zu jeweils einem Wasserrohrbruch. Ein Standrohr versorgte die Anwohner provisorisch mit Wasser. Ein Altenheim legte sich Vorräte in Badewannen an.

Eving, Derne

, 02.07.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Eving und Scharnhorst ist es am Donnerstagmorgen (2.7.) innerhalb kürzester Zeit zu zwei Wasserrohrbrüchen gekommen. Zum Redaktionsschluss am Donnerstagabend waren die Reparaturarbeiten an beiden Stellen noch nicht abgeschlossen.

Eine Pressesprecherin von DEW21 ging gegen 18 Uhr davon aus, dass die Schäden am späten Donnerstagabend noch behoben werden konnten.

Als erstes war am Donnerstag auf Höhe der Derner Straße 198 in Eving ein Wasserrohr gebrochen. Daraufhin musste die Straße in Richtung Innenstadt halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr in Richtung Innenstadt konnte zwar fließen – es kam allerdings zu Verzögerungen.

Auch die Stadtbahnlinie U42 war betroffen und konnte laut DSW21 ab etwa 4.30 Uhr die Haltestellen Bauernkamp und Schulte-Rödding nicht anfahren. Das habe zu etwa 20 Minuten Verspätung geführt. Ab etwa 9 Uhr konnten die beiden Haltestellen wieder befahren werden.

Haushalte waren von dem Wasserrohrbruch nicht betroffen, so DEW21. Das betroffene Wasserrohr sei nicht für die Versorgung der Wohnhäuser an der Derner Straße zuständig gewesen.

Anders sah das in Derne aus: Dort waren 27 Häuser und ein Altenheim von dem Rohrbruch betroffen. Etwa gegen 9.30 Uhr sei das Rohr auf Höhe der Hausnummer 46 an der Altenderner Straße gebrochen.

An der Altenderner Straße 46 waren 27 Häuser und ein Altenheim vom Wasserrohrbruch betroffen. Die Reparaturarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an.

An der Altenderner Straße 46 waren 27 Häuser und ein Altenheim vom Wasserrohrbruch betroffen. Die Reparaturarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. © Oliver Schaper

Für die Anwohner der Häuser mit Wohnungen und Gewerbe wurde bei Hausnummer 77 ein Standrohr aufgestellt, um die Wasserversorgung provisorisch wiederherzustellen. Der Verkehr war laut DEW21 nicht beeinträchtigt.

„Wir konnten es überleben. Das war für uns kein Drama“, sagt Reinhard Zabell, Einrichtungsleiter des Wohn- und Pflegezentrums St. Josef an der Altenderner Straße 73.

Das Wohn- und Pflegezentrum St. Josef an der Altenderner Straße 73 war seit Donnerstagmorgen ohne Wasser. Der Betrieb war dadurch nur wenig beeinträchtigt.

Das Wohn- und Pflegezentrum St. Josef an der Altenderner Straße 73 war seit Donnerstagmorgen ohne Wasser. Der Betrieb war dadurch nur wenig beeinträchtigt. © Oliver Schaper

Da sie frühzeitig von dem Schaden erfahren hätten, hätten die Mitarbeiter schon vorsorglich Wasservorräte in Badewannen angelegt, als das Wasser noch floss. Damit sollte die Toilettennutzung garantiert werden. 150 Personen waren in dem Altenheim betroffen.

Zum Zeitpunkt des Rohrbruchs war die morgendliche Körperpflege der Bewohner laut Zabell schon fast abgeschlossen und die Wäscherei habe auch noch funktioniert, deswegen habe der Betrieb nicht zu sehr unter dem Wassermangel gelitten. „Einzig unsere Spülküchen-Mitarbeiter mussten wir nach Hause schicken.“

Altenheim ist Wasserrohrbrüche gewohnt

Der Einrichtungsleiter sei den Umgang mit einem Wasserrohrbruch schon gewohnt. „Wir haben das circa einmal im Jahr“, sagt Zabell. Obwohl die Reparatur länger dauerte als noch am Morgen angekündigt, war die Versorgung der Bewohner zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Lesen Sie jetzt