29-Jähriger stellt sich und erspart sich drastische Konsequenz - Polizei: „Vorbildlich!“

Bundespolizei

Ein 29-Jähriger Dortmunder hat sich vor seinem Heimflug in den Kosovo selbst bei der Polizei gemeldet. Ein sehr kluger Schachzug, mit dem er nicht nur der Bundespolizei half.

Dortmund

, 26.06.2019 / Lesedauer: 2 min
29-Jähriger stellt sich und erspart sich drastische Konsequenz - Polizei: „Vorbildlich!“

Die Wache der Bundespolizei befindet sich im Dortmunder Hauptbahnhof. © dpa

„Vorbildlich und vor allem arbeitserleichternd für die Bundespolizei verhielt sich ein 29-jähriger Mann aus Dortmund.“ Mit diesem Satz beginnt eine Meldung der Bundespolizei am Mittwochmittag, mit der die Beamten von einem durchaus ungewöhnlichen Vorgang berichten.

Am Dienstagmittag nämlich tauchte der Kosovare plötzlich in der Wache der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof auf. Im Gespräch mit einem Bundespolizisten erklärte der 29-Jährige, dass er am kommenden Tag in den Kosovo fliegen wolle. Und da wollte er mal fragen, „ob vielleicht noch etwas gegen ihn vorliegen könnte“.

So ganz ahnungslos dürfte der 29-Jährige nicht gewesen sein. Denn die Überprüfung durch die Bundespolizei ergab tatsächlich, dass der Dortmunder mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Der 29-Jährige hatte eine Geldbuße aus dem Jahr 2018 nie beglichen. Deswegen war gegen ihn ein Haftbefehl erlassen worden.

Sechs Tage Haft gespart

Da der Mann aber noch in der Wache den geforderten Betrag von 160 Euro samt Verwaltungskosten (28,50 Euro) zahlte, ersparte er sich eine Erzwingungshaft von sechs Tagen und der Bundespolizei die zeitraubenden Maßnahmen am Flughafen, vor Beginn seiner Reise.

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