40-Jähriger greift Bahnmitarbeiter in ICE mit Küchenmesser an

Hauptbahnhof Dortmund

Weil er ohne Bahnticket mit seinem Hund im ICE war, sollte ein Oberhausener von der Fahrt ausgeschlossen werden. Dieser zückte jedoch ein Messer und verletzte damit einen Bahnmitarbeiter.

Dortmund

15.09.2020, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit einem großen Messer hat ein obdachloser Oberhausener einen Bahnmitarbeiter bedroht.

Mit einem großen Messer hat ein obdachloser Oberhausener einen Bahnmitarbeiter bedroht. © Bundespolizei

Ein 40-jähriger Obdachloser aus Oberhausen soll am Montag (14.9.) in einem ICE einen Bahnmitarbeiter mit einem etwa 20 cm langen Küchenmesser angegriffen haben. Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen den Mann am Dortmunder Hauptbahnhof unter Vorhalt der Schusswaffe fest.

Laut einem Bericht der Behörde sei gegen 21.15 Uhr eine Meldung über einen Vorfall im ICE514 (Düsseldorf - Dortmund) eingegangen. Ein Mann sollte demnach auf der Strecke zwischen Essen und Bochum mehrere Bahnmitarbeiter mit einem Messer bedroht haben. Da die Lage sich nicht zu bessern schien, seien Bundespolizisten zum in den Hauptbahnhof einfahrenden Zug gegangen.

Bundespolizisten drohen Schusswaffen an

An einer Tür habe sich ein Bahnmitarbeiter bemerkbar gemacht. Laut der Bundespolizei stand er mit erhobenen Händen in der Zugtür. Hinter ihm sei eine Person mit einem großen Messer zu erkennen gewesen.

Der bedrohte Mitarbeiter habe sich auf den Bahnsteig flüchten können, woraufhin drei Bundespolizisten ihre Schusswaffen gezogen haben. Unter Androhung zu schießen, sei der Mann aufgefordert worden, das Messer zu Boden zu werfen.

Dies habe der 40-jährige Mann getan. Im Anschluss habe er jedoch versucht zu fliehen. Die Bundespolizei stoppte ihn laut deren Bericht durch den Einsatz von Pfefferspray und nahm den Mann fest.

Ohne Fahrschein im Zug

Laut dem 44-jährigen Bahnmitarbeiter hatte der obdachlose Mann zusammen mit seinem Hund von Düsseldorf aus den Zug ohne Fahrschein genutzt. Deshalb sollte er in Dortmund von der Fahrt ausgeschlossen werden.

Der Mann habe versucht, den 44-Jährigen mit dem Messer in den Oberkörper zu stechen. Beim Abwehren dieses Angriffs sei der Bahnmitarbeiter durch einen Schnitt an der Hand verletzt worden.

Ein 33-jähriger Bahnmitarbeiter aus Bremen konnte den Angreifer mit einem Feuerlöscher zur Seite drängen und verhinderte so einen weiteren Angriff auf seinen 44-jährigen Kollegen.

Strafverfahren eingeleitet

Die Bundespolizei hat laut der Meldung der Behörde gegen den bereits wegen Drogen- und Gewaltdelikten polizeibekannten 40-jährigen Oberhausener ein Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung, Widerstands, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten sei er in das Polizeigewahrsam eingeliefert worden. Dort soll er am Dienstag (15. September) der Justiz vorgeführt werden.

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