50.000 Euro für das Karl-Exius-Haus - das passiert gerade mit dem Geld der Bezirksvertretung

hzKarl-Exius-Haus in Huckarde

Das Karl-Exius-Haus in Huckarde wird momentan aufwendig renoviert. Inspirationen holten sich die Ehrenamtler auch in der Kneipe „Mit Schmackes“ von Ex-Borusse Kevin Großkreutz.

Huckarde

, 02.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für viele Mitglieder der Interessengemeinschaft Karl-Exius-Haus (IGKE) ist das Vereinsheim an der Westhusener Straße in Huckarde das zweite Zuhause. „Die Identifikation ist sehr groß, jedem gehört dieses Haus ein bisschen“, sagt Pressesprecherin Iris Neubert. Und deshalb sei die Renovierung dieser Immobilie für die Ehrenamtler genauso bedeutsam, als würden sie die eigenen vier Wände auf Vordermann bringen.

50.000 Euro für das Karl-Exius-Haus - das passiert gerade mit dem Geld der Bezirksvertretung

Pause muss sein: Das Helferteam gönnt sich nach getaner Arbeit ein Eis. © privat

Aber es gibt auch einen großen Unterschied: Den wenigsten Menschen stehen wohl auf einen Schlag fast 60.000 Euro für die Renovierung und neues Mobiliar zur Verfügung. Die IGKE ist hingegen in dieser glücklichen Lage – dank der Bezirksvertretung Huckarde, die dem Verein 50.000 Euro für Möbel und einen neuen Fußboden spendierte, und einem Sparkassen-Scheck über 7000 Euro für einen neuen Bühnen-Vorhang.

50.000 Euro für das Karl-Exius-Haus - das passiert gerade mit dem Geld der Bezirksvertretung

Die neuen Tische und Stühle aus Buchenholz wurden am Donnerstag (1. 8.) angeliefert. © Iris Neubert

Vieles wird in Eigenregie erledigt

Seit Beginn der Sommerferien sind die Handwerker im Karl-Exius-Haus im Einsatz, darunter viele freiwillige Helfer. Die meisten Arbeiten möchte die IGKE in Eigenregie erledigen, um Personalkosten zu sparen.

Einiges überlassen sie aber den Profis: das Verlegen des grauen PVC-Fußbodens, der von Steinplatten kaum zu unterscheiden ist, sowie das Anfertigen des dunkelblauen Bühnen-Vorhangs. Der karierte Vorgänger ist mittlerweile über 20 Jahre alt. „Für diese beiden Arbeiten haben wir lokale Firmen beauftragt. Dortmunder Geld soll in Dortmund bleiben“, betont Iris Neubert.

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Im Zuge der großen Renovierung pflasterten die Ehrenamtlichen auch einen Teil des Außengeländes. © privat

Die Säuberung der Decke war Schwerstarbeit

Mit Geld aus der Vereinskasse kaufte die IGKE außerdem neue Deckenleuchter, Farbe und Fensterdeko. Die Gardinen werden verschwinden, dafür kommt Klebefolie mit Häusermotiven an einige Scheiben. „Das haben wir in der Kneipe von Kevin Großkreutz gesehen, was uns total gut gefallen hat“, verrät Iris Neubert.

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Der alte Bühnenvorhang im „Schottenmuster“ hat ausgedient. © Beate Dönnewald

Schwerstarbeit war die Säuberung der Decke im großen Saal. Jede einzelne Platte haben die Helfer abmontiert, teilweise nummeriert, gereinigt und - nachdem sie die Gitter weiß gestrichen hatten - wieder eingesetzt. „Das war wie ein großes Puzzle mit rund 400 Teilen“, sagte Peter Stolper, einer der freiwilligen Helfer.

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Peter Stolper liegt hier in den letzten Zügen des Decken-Puzzles. © Beate Dönnewald

160 Stühle, 30 Tische und gepolsterte Barhocker

Der Mittwoch (31. 7.) war der Putztag im Karl-Exius-Haus: Über Stunden bis zum Abend reinigten fleißige Helferinnen und zwei Männer alle Räume. Schließlich sollte für die Anlieferung der Buchenmöbel – 160 gepolsterten Stühle und Barhocker sowie 30 Tische – am nächsten Tag alles schick und sauber sein.

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Auch gepolsterte Barhocker gehören jetzt zum Inventar im Karl-Exius-Haus. © Iris Neubert

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Spätestens bis zum großen Sommerfest am 31. August und 1. September im und am Karl-Exius-Haus, das auch an Privatleute vermietet wird, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der größte Teil ist ja schon geschafft, jetzt muss unter anderem noch jede Menge Abfall entsorgt, eine Arbeitsplatte in der Küche montiert und der Bühnenboden gestrichen werden - natürlich farblich passend zum neuen Bühnenvorhang.

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Alles ist gründlich geputzt und der neue Fußboden verlegt. © Iris Neubert

Frank Führer hat die Interessengemeinschaft ermutigt

Auf die Idee, bei der Bezirksvertretung einen Antrag auf finanzielle Unterstützung zu stellen, hat die IGKE übrigens Bezirksverwaltungsstellenleiter Frank Führer gebracht. „Nach dem die Bezirksvertretung im vergangenen September im Karl-Exius-Haus getagt hatte, meinte er, dass wir hier dringend neue Stühle, Tische und einen neuen Fußboden brauchen“, erinnert sich Iris Neubert. Ein knappes Jahr später ist nun alles da.

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