658 Notrufe in vier Stunden

von Von Andreas Wegener

, 01.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
658 Notrufe in vier Stunden

<p>Bei einem Kellerbrand in der Hörder Hermannstraße blieb es in der Silvesternacht zum Glück bei Sachschaden. Bock/newspic.de</p>

Die Feuerwehr hatte für die Silvesternacht wie üblich vorgesorgt: Zusätzliches Personal verstärkte die Berufsfeuerwehr, und mehrere Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr saßen alarmbereit in den Wachen.

Die Vorsorge erwies sich als nötig: "Allein zwischen Mitternacht und 4 Uhr gingen 658 Notrufe ein", berichtet Feuerwehr-Sprecher Martin Rammelmann. 110 Mal fuhren in dieser Zeit Rettungswagen los, 35 Mal rückten Feuerwehrwagen aus.

Meist blieb es bei Kleinbränden, doch auch drei größere Einsätze waren dabei. Gegen 0.30 Uhr fing im Asselner Rubbertweg ein Dachstuhl Feuer, vermutlich, weil sich ein Feuerwerkskörper aufs Dach verirrt hatte. 18 Bewohner mussten die Helfer aus dem Gebäude retten, das Feuer hatten sie schnell unter Kontrolle. Um 2.40 Uhr brannte in der Hörder Hermannstraße Gerümpel in einem Keller. Weil das Treppenhaus verraucht war, holten Feuerwehrleute zwei Bewohner mit so genannten Fluchthauben ins Freie. Ein weiterer Dachstuhlbrand rief gegen 3.30 Uhr am Baroper Solbergweg die Feuerwehr auf den Plan.

Überfüllte Ambulanzen

Wie üblich waren die Ambulanzen der Krankenhäuser überfüllt: Verbrennungen, Schnittwunden, blutige Spuren von Schlägereien, volltrunkene Partygänger. "Wir hatten durchgängig viel zu tun, das volle Programm", berichtet ein Arzt von der Notaufnahme des Klinikum Nord. Meist blieb es glücklicherweise bei leichteren Verletzungen.

Bis zum Morgen ließ der Ansturm nicht nach. Noch am Mittag kam ein Junge, der sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern Brandverletzungen im Gesicht zugezogen hatte.

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