Wer single ist, muss sich nicht automatisch alleine fühlen. In manchen Situationen geht es Alleinstehenden besser als Beziehungsmenschen. © Unsplash
Partnersuche? Nein, danke!

7 Situationen, in denen es schön ist, in Dortmund Single zu sein

Alleine zu leben und Single zu sein geht nicht automatisch mit Einsamkeit und Langeweile einher. In diesen sieben Situationen sind Singles in Dortmund besser dran als Paare.

Mit wem soll ich den Sonnenuntergang am Phoenix-See genießen? Oder den nächsten Netflix-Marathon starten? Oder bei wem kann ich mich ausheulen, wenn der Arbeitstag schlecht gelaufen ist? Das sind Fragen, die sich manche Singles stellen. Vor allem, wenn in der Corona-Pandemie ohnehin die sozialen Kontakte fehlen.

Doch keine Partnerin oder keinen Partner zu haben bedeutet nicht automatisch, in Selbstmitleid versinken zu müssen oder ein einsames Leben zu führen. Es gibt auch Situationen, in denen du es als Single in Dortmund deutlich besser hast als Paare.

1. Noch keine Weihnachtsgeschenke gekauft? Entspanne dich.

Eine Schocksituation: Es ist der 23. Dezember. Noch einen Tag bis zur Bescherung an Heiligabend – und dir fällt auf, dass du noch keine Geschenke besorgt hast. Wie peinlich.

Jetzt musst du dich in die komplett überlaufene Innenstadt zwängen. Die Schlangen vor den Kassen reichen durch den ganzen Laden. Langsam wirst du panisch – außer, wenn du Single bist.

Singles müssen sich darüber keine Sorge machen. Für die Mutter tuts auch eine gute Flasche Wein, die du vielleicht noch im Keller hast. Vater freut sich bestimmt über einen Gutschein für den Elektroladen oder Baumarkt. Den bekommst du auch online. Bis zur Bescherung kannst du dich also zurücklehnen und entspannen.

2. Der BVB spielt – kein Platz für Zärtlichkeiten.

Samstagnachmittag. 15.30 Uhr. Der BVB spielt. Auch in diesem Szenario ist es oft schön, Single zu sein. Natürlich kann man auch mit dem Partner oder der Partnerin zusammen Fußball schauen. Aber wenn der BVB spielt, ist kein Platz für Zärtlichkeiten.

In die rechte Hand kommt ein Bier. Weil Singles weder kuscheln noch Händchen halten, haben sie die linke Hand frei zum Reklamieren, wenn der Schiedsrichter nicht für Dortmund pfeift. Punkt für die Singles. Sollte der BVB nicht gewinnen, droht den Alleinstehenden kein Beziehungsstress. Noch ein Punkt für die Singles.

3. Deine Freunde sind Singles und schmeißen eine Party (nach Corona, natürlich).

„Hey Mädels, wir treffen uns Freitagabend bei mir. Bringt gute Laune mit!“, lautet die Einladung für deine nächste Party (nach Corona, ist ja wohl klar) in einer WhatsApp-Gruppe. Und wie es die Gastgeberin schon sagt: „Hey Mädels“ – nicht: „Hey Mädels und eure Freunde“.

Natürlich würde sie bestimmt nicht nein sagen, wenn du fragst, ob du deinen Freund mitbringen kannst. Aber unangenehm ist es trotzdem, wenn deine Freundinnen Singles sind, aber du deinen Partner immer mit dabei haben willst. Und den Partner nicht dabei zu haben wäre ja auch schlecht. Dann müsstest du dich immer zwischen zwei Parteien entscheiden.

Singles haben es da einfacher. Wenn deine Freundinnen einen Mädelsabend oder deine Freunde einen Jungsabend starten, bist du dabei, wenn du kannst. Ein Blick in den Kalender reicht. Die Fragerei bei der Gastgeberin bleibt dir erspart.

4. Du erzählst deinen Freunden vom Studentenleben (wenn es denn nach Corona wieder losgeht… aber man darf ja hoffen).

„Wie war dein Abend gestern?“, fragt ein Kommilitone beim Mittagessen in der Mensa der TU in die Runde. Du, als Beziehungsmensch, antwortest: „Ganz entspannt. Hab‘ mit meinem Freund einen Serienabend gemacht und war deswegen heute pünktlich beim Seminar.“ Die Runde fängt an zu gähnen.

Eine alleinstehende Freundin erzählt beim Essen hingegen von der wilden Studentenparty von vergangener Nacht: „So um vier Uhr bin ich dann aus dem ‚Silent Sinners‘ rausgetorkelt und irgendwie noch mit einem spanischen Austauschstudenten nach Hause. Weiß nicht, wie er heißt. Na ja, habe bei ihm geschlafen und bin dann direkt von dort in den Hörsaal.“ Bei diesen Anekdoten aus dem Nach-Corona-Studentenleben können Beziehungsmenschen nicht mithalten.

5. Wenig Platz zum Schlafen? Für Singles kein Problem.

Wer alleine im Bett schläft, muss den Platz mit niemandem teilen. Logisch. Für alle, die also gerne mal quer im Bett liegen, Arme und Beine ausstrecken oder sich im Schlaf hin und her rollen, ist es schön, Single zu sein und das Bett für sich alleine zu haben.

Doch auch wenn du platzsparend schläfst kann es dir zugutekommen, wenn du Single bist. Nämlich, wenn wenig Platz zum Schlafen da ist, auf Festivals zum Beispiel.

Stell dir vor, du schläfst beim Juicy Beats auf der Campingwiese neben dem Westfalenpark auf einer Isomatte: 190 cm lang, 65 cm breit – und müsstest die auch noch mit einer Freundin teilen. Aber zum Glück bist du ja Single und brauchst nicht viel Platz zum Schlafen.

6. Deine Freizeit, deine Entscheidung.

“Too Many Zooz“ spielt am Samstagabend im Junkyard – wenn Corona vorbei ist –, aber dein Freund hat mehr Lust auf Jazz und will lieber ins Domicil? Eine Diskussion entsteht. Sie wird gelöst, wie Beziehungsdiskussionen manchmal gelöst werden: Anstatt sich auf eins zu einigen, macht ihr am Samstagabend gar nichts und bleibt zu Hause.

Das kann einem Single nicht passieren. Er entscheidet selbst, wie seine Freizeit aussieht. Vielleicht kommen ja ein paar Freunde mit zum Feiern. Und wenn nicht, dann geht er eben alleine raus.

7. Jahrestag vergessen? Kann dir nicht passieren.

Wann war nochmal der Geburtstag deines Freundes? Okay, das weißt du. Aber kennst du auch euren Jahrestag? Das Datum eures ersten Dates? Des ersten Kusses? Hoffentlich hast du einen strukturierten Kalender, wenn du in einer Beziehung bist.

Ein Single muss weder ein bärenstarkes Gedächtnis haben noch Buchführung studieren, denn er hat mit diesen Daten nichts zutun. Auch das Geld für Blumen am Valentinstag kann er sich sparen. Schon praktisch, das Dortmunder Single-Leben!

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
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