Abgeschossenes Flugzeug im Iran: Gedenkfeier für getötete Passagiere mitten in Dortmund

Iran-USA-Konflikt

In Dortmund werden am Mittwoch Menschen der Opfer des im Iran abgeschossenen Flugzeuges gedenken. Dass die Veranstaltung mitten in der City stattfindet, hat einen bewegenden Grund.

Dortmund

, 14.01.2020, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abgeschossenes Flugzeug im Iran: Gedenkfeier für getötete Passagiere mitten in Dortmund

Eine Gedenkstätte für die Toten aus dem von einer iranischen Rakete abgeschossenen Passagierflugzeugs am Flughafen in Kiew (Ukraine). Auch Dortmunder gedenken jetzt der 176 Opfer. © dpa

Auf dem Westenhellweg (Höhe Petrikirche/Saturn) wird es am Mittwoch (15.1.) eine Gedenkveranstaltung für die Opfer von Flug PS752 geben. Beginn ist um 17 Uhr.

Am 8. Januar war das Passagierflugzeug einer ukrainischen Airline durch die iranische Armee nahe Teheran mit einem Marschflugkörper abgeschossen worden. Alle 176 Insassen starben. Die iranische Regierung hatte den Abschuss zunächst bestritten, nach einigen Tagen aber doch eingeräumt. Hintergrund ist der Konflikt zwischen dem Iran und den USA.

Angehörige eines in Dortmund lebenden Afghanen sind unter den Opfern

Unter den Opfern befinden sich auch Angehörige eines Dortmunders. Hassan Ahmadi ist gebürtiger Afghane und arbeitet seit einigen Jahren in Dortmund bei Thyssen-Krupp. An Bord des Flugzeugs saßen zwei Kinder seines Bruders und seine Schwägerin, die in Stuttgart lebten.

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Hassan Ahmadi trauert mit seinen Freunden nicht nur um seine Familienmitglieder, sondern alle 176 Opfer. „Das sind alles unschuldig ermordete Menschen. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Dortmunderinnen und Dortmunder sich an dem Gedenken beteiligen, denn es geht um die Menschlichkeit.“

Bei einer privaten Trauerfeier war bei den Angehörigen der Wunsch nach einer öffentlichen Gedenkfeier aufgekommen. Dortmunder können ihrer Anteilnahme am Mittwoch mit Kerzen Ausdruck verleihen.

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Ein Abschuss sei technisch und wissenschaftlich absurd, hatte der Iran noch am Freitag behauptet. Nun das Eingeständnis: Die ukrainische Passagiermaschine sei versehentlich abgeschossen worden.

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