Abrissbagger beenden Spuk um unheimliche Ruine

Geisterhaus Hohensyburg

SYBURG/BUCHHOLZ Jahrelang strapazierten saufende Jugendliche die Anwohner im Niemandsland zwischen Buchholz und Syburg – jetzt hat der Spuk ein Ende.

von Von Peter Bandermann

, 26.10.2009, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bagger beendeten den Spuk um das Geisterhaus Hohensyburg.

Die Bagger beendeten den Spuk um das Geisterhaus Hohensyburg.

Für die SPD war der Abriss sogar ein Wahlkampfthema. „Ich kenne das Gebäude als Geisterhaus, seit ich ein Kind bin. Mit dem Internet wurden die Auswüchse dann immer heftiger. Manche haben sich einen Spaß daraus gemacht, in der Dunkelheit die Spaziergänger zu erschrecken.“ Angebliche schwarze Messen, Blut, das von den Wänden lief und andere Horrorgeschichten – in den letzten Jahren avancierte das Geisterhaus zum Kultobjekt. Mit Einbruch der Dämmerung zog es Jugendliche und junge Erwachsene an.

Sehr zum Leid der Anwohner, die unter lautem Getöse und Saufgelagen litten. Spuren hinterließen die ungebetenen Gäste auch in der idyllischen Natur: Innerhalb weniger Tage häuften sie Müllberge an, die von der EDG auf Gebührenzahlerkosten entsorgt werden mussten. Auf den Druck der SPD reagierte zuletzt die Stadt: Das Planungs- und Bauordnungsamt hatte den Eigentümer per „Ordnungsverfügung“ zum Abriss eines einsturzgefährdeten Giebels gezwungen. Außerdem sollte er sämtliche Zugänge zum Haus zumauern. Das alles erschien dem Eigentümer zu teuer – er Eigentümer entschied sich für den Abriss. Donnerstag (29.10.) prüft die Stadt, ob er seine Zusagen eingehalten hat.

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