Acht Personen wegen Kohlenmonoxid-Vergiftung im Krankenhaus

Feuerwehreinsatz

Eine hohe Kohlenmonoxid-Konzentration in einer Wohnung in der Nordstadt rief am Montag die Feuerwehr auf den Plan. Zehn Personen wurden verletzt. In der Wohnung wurden zwei Shishas gefunden.

Dortmund

06.04.2020, 09:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Erwachsene und sechs Kinder wurden am frühen Montagmorgen (6. April) mit Kohlenstoffmonoxid-Vergiftungen ins Krankenhaus gebracht. In ihrer Wohnung waren erhöhte Messwerte des giftigen Gases festgestellt worden. Das veranlasste auch einen größeren Feuerwehreinsatz.

Ursprünglich wurde gegen 5 Uhr laut einem ersten Bericht der Feuerwehr der Rettungsdienst zu der Wohnung in der nördlichen Innenstadt gerufen. Als ein Messgerät stark erhöhte Messwerte für Kohlenstoff-Monoxid anzeigte, sei die Feuerwehr hinzugezogen worden.

Die zwei Frauen im Alter von 26 und 28 Jahren und sechs Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren, die sich in der Wohnung aufhielten, seien sofort in Krankenhäuser gebracht worden. Bei zweien sei die Konzentration des Giftes im Blut so hoch gewesen, dass ihnen eine Behandlung in einer Überdruckkammer in Düsseldorf nahegelegt worden sei. Diese sei jedoch abgelehnt worden.

Auch zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes mussten wegen des Verdachts auf eine Vergiftung untersucht werden. Insgesamt wurden durch den Vorfall also zehn Personen verletzt.

Weitere Wohnungen geöffnet

In der betroffenen Wohnung wurden laut Feuerwehr und Polizei auch zwei Shishas gefunden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei zündeten die beiden Frauen die Shisha-Pfeifen an, gingen anschließend zu Bett und ließen die Kohlestücke weiterglühen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Weil sich das farb-, geruchs- und geschmacklose Gas auch in den Flur verbreitet habe, seien auch weitere Wohnungen - auch in einem Nachbarhaus - kontrolliert worden. Einige seien dafür auch von der Feuerwehr geöffnet worden. Dabei seien jedoch keine weiteren erhöhten Werte festgestellt worden. Niemand sonst sei verletzt worden.

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