Abzocke auf Action-Parkplatz? 10-Euro-Knöllchen und kein Ende

hzParken in Holzen

Der Parkplatz vor dem Action-Markt im Dortmunder Süden ist hochfrequentiert. Und es gibt jede Menge Knöllchen wegen Parkvergehen. Die Meinungen darüber gehen auseinander.

Holzen

, 18.11.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Liegt es an den Verkehrsteilnehmern oder an den Örtlichkeiten? Immer wieder gibt es Ärger auf dem Parkplatz vor dem Action-Markt an der Heinrich-Pieper-Straße in Holzen.

Und das, obwohl sich die meisten Autofahrer, die diesen Parkplatz nutzen, an die Parkscheibenregelung vor Ort gewöhnt haben. Es sind andere Dinge als die Überschreitung der vorgeschriebenen Parkzeit, die die Bürger auf die Palme bringen.

Boxen mit roten Steinen markiert

In diesem Fall ist es die schwer zu sehende Markierung der Parkboxen und der Zonen, auf denen auf dem Action-Parkplatz ein Halteverbot gilt. Die Bereiche sind mit roten Ziegelsteinen innerhalb des Pflasters markiert - und diese roten Steine sind bei Regen und Dunkelheit schlecht bis gar nicht zu sehen.

Dabei ist es so, dass es für die Farbe der Markierung keine besonderen Vorschriften gibt - zumindest nicht in Dortmund, das bestätigte die Stadtpressestelle.

Abzocke auf Action-Parkplatz? 10-Euro-Knöllchen und kein Ende

An das Einlegen der Parkscheibe haben sich die Autofahrer gewöhnt. Es gibt aber andere Dinge, die die Bürger auf die Palme bringen. © Jörg Bauerfeld

Eine Tatsache, die für Petra Sobottka nur schwer nachvollziehbar ist. Sie hat es nämlich erwischt - auf einer Fläche, auf der keine Park-Markierung zu finden war. 10 Euro soll es kosten, dass der Wagen falsch stand, so zumindest die Aussage von Park und Control. Laut Petra Sobottka war der Bereich, für den das Halteverbot gelten sollte, so gut wir gar nicht erkennbar, denn es war dunkel und es hatte geregnet. Zudem seien die beiden Schilder unübersichtlich, da nicht klar ersichtlich sei, welches Schild bis wohin gelten würde.

Sie sei ja bereit für einen Parkverstoß zu zahlen, aber der Verstoß solle doch schon ersichtlich sein. Petra Sobottka hat gegen das Knöllchen, das Park und Control nicht zurücknehmen wollte, Widerspruch eingelegt. Aber warum hat Action überhaupt Park und Control zum Überwachen der Fläche engagiert?

Anwort von Park und Control

Die Antwort gibt ein Sprecher einer Agentur, die für Park und Control die Pressearbeit teilweise übernommen hat: „Durch Fremd- und Dauerparker blockierte Parkplätze sind ein weit verbreitetes Problem, mit dem nicht nur Großstädte zu kämpfen haben. Private Parkplätze werden zugestellt und Kunden finden vielfach nicht mehr genug Stellplätze. Um diese Stellplätze wieder ausreichend für tatsächliche Besucher bereitzustellen, führt Park und Control auf den Parkplätzen, nach Absprache mit dem dortigen Partner, beispielsweise eine Freiparkzeit sowie einheitliche Parkregeln ein“, so der Sprecher.

Dazu gehöre beispielsweise die Einhaltung der ausgewiesenen Freiparkzeit, aber auch das Parken innerhalb der markierten Flächen. Park und Control beachte dabei natürlich auch die Fahrzeugbreite und bewerte, ob eine Überschreitung des Stellplatzes nachvollziehbar sei.

So sehen die User die Probleme vor dem Action-Markt:

Richtig... wer nicht parken kann, soll zur Kasse gebeten werden...“, so ein User. Oder „Ich finde aber auch katastrophal, wie manch Autofahrer parkt. Aber manche Parkplätze sind einfach unglaublich schmal...“

Auch dieser User spielt auf die größer gewordenen Fahrzeuge an: „Hm man sollte sich mal Gedanken machen, die Parklücken auch breiter zu machen einfach, weil die Autos auch wachsen.“

Aber es gibt auch Kritik am Action-Markt: „Einfache Sache: Woanders einkaufen. Wenn die Kundschaft ausbleibt, fängt die Geschäftsführung an, darüber nachzudenken, warum das so ist.“

„Natürlich sollte man sich bemühen ordentlich zu parken. Diese privaten Park-Sheriffs sind aber auch eine Zumutung. Ich meide diese überwachten Parkplätze, wo ich kann.“

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