Ärger um Autowerkstatt: Betreiber wehren sich gegen Vorwürfe

hzAm Spörkel

Nach Vorwürfen von Nachbarn, es gebe jede Menge Lärm in der Autowerkstatt am Spörkel, haben sich die Betreiber zu Wort gemeldet. Sie sagen: „Stimmt so nicht, und wir wollen keinen Stress.“

Menglinghausen

, 09.04.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Benno Voigt und Ulrike Freese haben sich in Menglinghausen, Am Spörkel 36, ihren Traum verwirklicht: eine Autowerkstatt für ihr Hobby, ihre Liebe zu alten BMW-Automobilen.

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Zuvor hatten die beiden, die im Stadtteil Westrich zuhause sind, eine Werkstatt in Lütgendortmund. „Da gab es zum Beispiel keine Heizung, es war einfach nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, sagt Ulrike Freese.

Der Plan zunächst: selbst eine Halle bauen. Das erwies sich schnell als unbezahlbar. Also ging das Paar auf die Suche nach geeigneten Räumen und wurde Am Spörkel fündig.

Umzug von Lütgendortmund nach Menglinghausen ist geschafft

Der Umzug der Werkstatt sei inzwischen vollzogen, sagen die beiden BMW-Liebhaber. Der Mietvertrag besteht seit November, der Umzug ist geschafft. Die beiden haben fünf Jungs, die ordentlich in ihrer Freizeit mit angepackt hätten, um die an die 10.000 Ersatzteile von Lütgendortmund nach Menglinghausen zu transportieren. Eigentlich also alles gut, wenn nicht der Ärger mit den Nachbarn wäre.

„Schuldlos sind wir nicht“

„Ganz schuldlos sind wir nicht“, sagt Benno Voigt, „so ein Umzug macht immer Lärm“. Aber der sei seit Mitte Februar Geschichte. Er betont: „Wir sind hier kein gewerblicher Betrieb, das ist unser Hobby.“

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Der 58-Jährige, der ein Ingenieurbüro hat, sagt: „Wenn ich jetzt hier arbeite, dann ist das Tor zu.“ Es kämen gelegentlich Besucher, Freunde aus dem BMW-Club oder die Familie mal vorbei .

Aber es gebe keinerlei Publikumsverkehr. Und wenn er auf Dienstreise sei, dann könne auch mal wochenlang gar nicht in der Halle gearbeitet werden.

In der Straße Am Spörkel gibt es eine ganze Reihe von Werkstätten nebeneinander.

In der Straße Am Spörkel gibt es eine ganze Reihe von Werkstätten nebeneinander. © Britta Linnhoff

An den Vorwürfe aus der Nachbarschaft – stinkende Abgase, Motorenlärm, Arbeiten am späten Abend – sei nichts dran, versichern Voigt und Freese und haben für sich in einer Liste die Vorwürfe detailliert aufgelistet, und aus ihrer Sicht erklärt und entkräftet.

Was sie ausdrücklich bedauern: „Niemals hat einer mit uns das vernünftige Gespräch gesucht“, sagen sie, und beklagen „Stasimethoden“ beim Ausspionieren von Nachbarn. Das Paar betont: „Das ist hier unsere Freizeit und wir wollen hier keinen Stress.“

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Was definitiv noch zu klären ist: Die nötige Nutzungsänderung, beim Bauordnungsamt eingereicht, stehe noch aus. „Dass wir diese beantragen müssen, haben uns weder der Vormieter noch der Vermieter gesagt“, versichert Voigt.

In den Papieren eingetragen sei noch eine Druckerei aus den 1970er-Jahren. Der Antrag ist inzwischen beim Bauordnungsamt eingereicht. Das Prüfverfahren laufe noch, teilt die Stadt auf Anfrage mit.

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