Ärzte und Pfleger tanzen im Job - so verzaubert das Klinikum Dortmund auf Tik Tok die Welt

hzLustige Musikvideos

Das Klinikum Dortmund ist bekannt für seine Öffentlichkeitsarbeit im Internet. Jetzt hat es die Videoplattform Tik Tok für sich entdeckt. Ärzte und Pfleger kennen dort kein Halten mehr.

von Lea Fuchs

Dortmund

, 26.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ärzte und Pfleger, die auf der Arbeit tanzen. Das gibt es aktuell auf der Plattform Tik Tok zu sehen. Die Mitarbeiter des Klinikum Dortmund singen oder bewegen sich zur Musik und haben einfach Spaß in den Kurzvideos.

So zeigen die Pflegerinnen in einem Video tänzerisch zum Lied „Pump up the Jam“ von Snap, wie sie sich die Hände desinfizieren. Dabei pumpen sie das Desinfektionsmittel in ihre Hände. In einem anderen Video hört ein Pfleger den Song „Love You Like A Love Song“ und stürmt direkt in eine Halle, um dort dazu zu tanzen.

Die Tik-Tok-Videos kommen gut an

Für solche kurzen Tanz- und Singvideos gibt es Tik Tok. Dort zeigen die Nutzer Videos, in denen sie wie zum Musik-Playback ihre Lippen bewegen. Oder eben tanzen. Die Videos kann man mit der App dann mit der passenden Musik unterlegen. Die App ist besonders beim jüngeren Publikum beliebt. Und auch das Klinikum Dortmund hat die App für sich entdeckt. Über 34.000 Follower hat das Klinikum Dortmund bereits.

Die Idee brachte Marc Raschke, Leiter der Unternehmenskommunikation des Klinikums, aus Berlin mit nach Dortmund. „Auf einem Kongress wurde die App vorgestellt, und der Sprecher meinte, er könne sich nicht vorstellen, dass einer von uns das benutzen würde. Da habe ich die Herausforderung angenommen“, erzählt er, „ich musste mich allerdings erst hineindenken.“

19 Videos gibt es vom Klinikum Dortmund auf Tik Tok

Drei Stunden lang hat Marc Raschke sich beim ersten Benutzen der App in den Videos verloren: „Ich wollte mir abends um 22 Uhr die App mal anschauen und auf einmal war 1 Uhr morgens. Die Zeit ist total schnell verflogen.“ Daraufhin haben sie die App erst mal ausprobiert. Das erste Video zeigt zum Beispiel Winkekatzen in einem Restaurant, in dem die Mitarbeiter ihre Mittagspause verbracht haben. 19 Videos sind vom Klinikum Dortmund bereits auf Tik Tok zu sehen. Da sind allerdings die ersten Versuchsvideos mitgezählt. Erst mit dem Video mit dem Desinfektionsspender ging es dann richtig los. „Das Video macht Spaß, und wir konnten gleichzeitig zeigen, dass das Händedesinfizieren wichtig ist“, erzählt Marc Raschke.

Das Klinikum macht bei der #HitTheWoah-Challenge mit

Auch bei der #HitTheWoah-Challenge hat das Klinikum mitgemacht. Dabei handelt es sich um das jüngste Tanzphänomen im Internet. Dabei geht es darum, beim Tanzen eine schnelle, kleine Kreisbewegung in den Tanz einzubauen, um dann in einer coolen Pose zu erstarren.

„Ich finde den Woah einfach genial und wir haben echt Spaß daran“, sagt Marc Raschke. An den HitTheWoah-Videos war vor allem ein Bundesfreiwilligendienstleistender, kurz Bufdi, beteiligt. „Wir haben gerade ein Video gedreht, und dann kam eine Chefärztin vorbei und hat dann spontan mit dem Bufti ‚den Woah gehitet‘“, erzählt Marc Raschke, „die Videos sind einfach super für uns, da die in ein paar Minuten gemacht sind. Wir haben auch einfach Leute, die Bock haben, das in der Pause zu machen.“

Noch ist der Kanal auf Tik Tok recht unbekannt, trotzdem ist Marc Raschke begeistert von der Resonanz. Das Video zu „Pump up the Jam“ hat über 95.000 Herzen bekommen. „Die Plattform ist für uns eine Spielwiese für kreative Ideen“, sagt Marc Raschke, „außerdem gibt uns Social Media die Möglichkeit, direkt mit den Leuten zu kommunizieren und zu zeigen, dass man im Krankenhaus auch Spaß haben kann.“

Ärzte und Pfleger tanzen im Job - so verzaubert das Klinikum Dortmund auf Tik Tok die Welt

Der Bufdi tanzt zu „Love You Like A Love Song“ © Screenshot Tik Tok

Das Klinikum Dortmund ist im Social Media Bereich sehr aktiv

Das Klinikum Dortmund arbeitet viel mit den Sozialen Medien. „Auf Instagram haben wir den reichweitenstärksten Account im Vergleich zu anderen deutschen Krankenhäusern“, sagt Marc Raschke. Und auch auf Tik Tok werden sie wohl keine Konkurrenz haben. Manche Videos wurden bis zu einer Million Mal aufgerufen.

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