Affen als Rapper

Naturbühne Hohensyburg bringt «Dschungelbuch» heraus

29.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Affen als Rapper

<p>Ein entzückender Affe; Mareike Eitner. Menne</p>

Eine Brücke zwischen den Menschen und den Tieren schlägt Mogli im «Dschungelbuch». In der Inszenierung der Naturbühne Hohensyburg, die am 3. Juni um 16 Uhr Premiere hat, wird auch eine besondere Vater-Sohn-Geschichte herausgestellt: die von Mogli und dem Bären Balu. «Wir wollen nicht die übermächtige Disney-Inszenierung kopieren,» sagt das Regie-Team mit Markus Beer und Christian Claas. «Wir wollen etwas Neues schaffen.» Bei zwei Mitwirkenden mit Hauptrollen gibt es eine besonders nette Konstellation. Der 14-jährige Phil Mischke spielt - alternierend mit Timo Henning - den Mogli, und der ihn beschützende und väterlich erziehende Balu ist sein Vater Dietmar Mischke. Einen stark menschlichen Charakter haben auch die vielen anderen Tiere. Die schönen Kostüme, die wie die gesamte «Dschungelbuch»-Produktion in Eigenarbeit des rund 40 Mitglieder starken Naturbühnen-Teams entstanden sind, wirken wie Anzüge und wurden mit viel Phantasie und Geschmack entworfen. Die netten Affen tragen Perücken wie aus der Mozart-Zeit, und Schir Khan erscheint im schicken Tiger-Look. Auch bei der Musik will sich die Naturbühnen-Mannschaft vom großen Disney-Vorbild lösen. Christian Claas hat eigene Kompositionen und Songs geschrieben, die mit herkömmlichen Instrumenten gespielt, elektronisch bearbeitet und auf Band aufgenommen wurde. Ohrwurm-verdächtig erscheint ihm der Titel «Ich bin Balu, und wer bist du?» Und die nette Affenbande präsentiert sich mit putzigen und poppigen Rap-Gesängen. Die bekannte Geschichte, die ja auch schon im Dortmunder Opernhaus zu sehen war, führt auf der idyllischen Syburger Freilichtbühne in einen eigenartigen Dschungel, der fast einer Stadt ähnelt, in der der Tiger ein cleverer Geschäftsmann und die Schlange eine alternde Diva ist. S.K. Karten und Infos unter Tel. 77 43 10 oder 0172 2412680 www.naturbuehne.de

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