„An einen lieben Menschen im Altenheim“: Schüler muntern Senioren auf

Briefe geschrieben

Die Briefe sind verziert, einige ein wenig krakelig geschrieben, aber mit viel Herzblut. Mit ihnen wollen Dortmunder Grundschüler Menschen im Seniorenheim ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Höchsten

, 10.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dina Pfisterer (links) übergab die Briefe der Schülerinnen und Schüler an die Mitarbeiter des Altenzentrums.

Dina Pfisterer (links) übergab die Briefe der Schülerinnen und Schüler an die Mitarbeiter des Altenzentrums. © Jörg Bauerfeld

Seit sieben Wochen (inklusive Ferien) findet wegen des Coronavirus keine reguläre Schule mehr statt. Da muss man sich als Lehrerin etwas einfallen lassen, wie man die Schülerinnen und Schüler beschäftigt. Dina Pfisterer, die eine dritte Klasse an der Höchstener Grundschule unterrichtet, hatte eine glänzende Idee.

Eine Idee, die den Schülerinnen und Schülern Spaß macht und den Senioren im Altenzentrum St. Hildegard ein Stück Lebensfreude zurückbringt. Es geht um Briefe. Diese Blätter, die noch mit der Hand beschrieben werden, die oftmals viel Persönliches enthalten und die dem Empfänger zeigen, dass sich hier jemand sehr viel Mühe gemacht hat.

Zwei dritte Klassen nehmen teil

Alle Schülerinnen und Schüler der beiden dritten Klassen auf dem Höchsten griffen zu Stift und Papier und schrieben auf, wer sie sind und was sie so in der Zeit unternehmen, in der kein regulärer Schulalltag stattfindet. Dabei stellten sie den alten Menschen auch Fragen: ob sie Kinder oder Enkelkinder haben und was sie sonst so machen würden.

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Da die Briefe nicht an bestimmte Senioren gerichtet waren, sind die Anreden besonders lesenswert: „An einen lieben Menschen im Altenheim“ oder „An einen lieben Opa“ ist da zu lesen.

Briefe werden den Bewohnern vorgelesen

„Unserer Bewohner freuen sich unheimlich über solche Gesten“, sagt Britta Schneider, die die Briefe entgegennahm – natürlich mit dem notwendigen Sicherheitsabstand. Die Briefe sollen zusammen mit den Bewohnern gelesen werden. „Danach werden wir uns bei der Schule melden und sagen, wie es ihnen gefallen hat“, sagt Britta Schneider.

Zudem sollen in Zukunft noch weitere Projekte an der Höchstener Grundschule begonnen werden, von denen auch das Altenzentrum profitieren soll. Wenn die Corona-Sache mal vorbei ist, wollen die Höchstener Schülerinnen und Schüler auch einmal vorbeikommen – im Altenzentrum St. Hildegard.

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