Am Tacho geschraubt: Nordstadt-Autohändler kommt sein Betrug teuer zu stehen

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Um den frisch erworbenen BMW teurer verkaufen zu können, schraubte ein Autohändler aus der Dortmunder Nordstadt am Tacho herum. Jetzt ist der 29-Jährige richtig viel Geld los.

Dortmund

, 10.09.2019, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Landgericht zeigte sich in der Berufungsverhandlung am Dienstag zwar sehr milde. Dennoch kommt den Angeklagten sein Ausflug in die Illegalität teuer zu stehen:

Eine Geldstrafe von 1200 Euro (60 Tagessätze) muss ein 29-Jähriger jetzt zahlen. Grund: Um einen BMW teurer verkaufen zu könne, hatte der Autohändler aus der Nordstadt den Tacho manipuliert. Über die Strafe hinaus sind die kompletten 4500 Euro futsch, die er für den BMW bekommen hatte.

BMW für 3700 Euro gekauft

Das krumme Geschäft ereignete sich im Februar 2018. Der Angeklagte hatte einen BMW für 3700 Euro angekauft und wollte ihn teurer wieder loswerden. Um die Chancen zu erhöhen, veränderte er den Tachostand. Statt 309.000 Kilometern hatte der BMW nun nur noch etwas mehr als 200.000 Kilometer „auf der Uhr“.

Tatsächlich fand sich bald ein Käufer. 4500 Euro legte der auf den Tisch - 2500 in bar, für den Rest gab er einen VW Golf in Zahlung. Dass er einen manipulierten BMW bekam, wusste der Mann nicht.

In erster Instanz hatte das Amtsgericht für den Betrug noch eine Geldstrafe von 2400 Euro (80 Tagessätzen) verhängt. In der Berufung milderte das Landgericht die Strafe ab - unter anderem, weil der Angeklagte inzwischen zum zweiten Mal Vater geworden ist und jeden Cent gut gebrauchen kann. Seine Hoffnungen, die 4500 Euro behalten zu können, erfüllten sich nicht.

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