An der Emscherallee soll eine Rettungswache entstehen – nahe einem berüchtigten Tagesbruch

hzRettungsdienst

Zwischen Huckarder Allee und Emscherallee könnte eine Rettungswache entstehen. Huckarder Bürger bezweifeln, dass am neuen Standort überhaupt gebaut werden kann.

Huckarde

, 29.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gerüchteküche in Huckarde läuft auf Hochtouren. Nachdem in der vergangenen Woche die Bäume auf dem Grundstück neben dem Lidl an der Huckarder Allee 27 gerodet worden waren, fragten sich viele Huckarder, was dort entstehen soll.

„Ich habe gehört, dass dort eine neue Polizeistation mit eigener Ampelanlage gebaut werden soll“, erzählt eine Anwohnerin. „Aber das wäre ja verrückt bei dem Verkehrschaos, das jetzt schon auf der Emscherallee herrscht.“

Facebook-User vermuteten eine Bombe oder Bauarbeiten am neuen Kanal. Stadt-Pressesprecher Christian Schön kann auflösen: „Das Liegenschaftsamt erstellt zur Zeit eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Rettungswache auf dem besagten städtischen Grundstück.“

Rettungswache soll Alarmausfahrt bekommen

Die Baumfällungen seien nötig gewesen, um Bodengutachten und die Entfernung einer alten Ferngasleitung zu beauftragen. Die Überprüfung des Grundstücks werde einige Monate dauern.

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Sollte dort am Ende tatsächlich eine Rettungswache gebaut werden, wird diese eine reguläre und eine Alarmausfahrt bekommen. „Die Alarmausfahrt soll auf die Emscherallee führen, die allgemeine Zufahrt möglichst zur Huckarder Allee“, erklärt Christian Schön.

Aber warum ist eine neue Rettungswache überhaupt nötig, ist Huckarde nicht ausreichend abgesichert? „Doch, Huckarde ist grundsätzlich gut aufgestellt, was den Rettungsdienst angeht“, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Andreas Pisarski.

Der Tagesbruch an der Emscherallee sieht inzwischen zwar nicht mehr so aus, verunsichert die Anwohner aber dennoch.

Der Tagesbruch an der Emscherallee sieht inzwischen zwar nicht mehr so aus, verunsichert die Anwohner aber dennoch. © (A) Peter Bandermann

Stand April 2019 erreichten die Dortmunder Rettungsfahrzeuge ihr Ziel im Schnitt in 9 Minuten und 10 Sekunden. In 82 Prozent der Fälle wurde sogar das Schutzziel 8 Minuten erreicht. „Seit Mai 2019 haben wir vier zusätzliche Fahrzeuge und sind somit auch im Schnitt schneller geworden“, sagt Andreas Pisarski.

Grund für die Neubaupläne sei die Wache 12 an der Allensteiner Straße, die dort seit 2009 auf dem Gelände eines ehemaligen Schlachthofes untergebracht ist. Sie sei nur ein Provisorium. Die neue Rettungswache soll sie ersetzen.

Facebook-User sorgen sich um den Tagesbruch

Doch Facebook-User zweifeln an der Machbarkeit auf dem Grundstück neben dem Lidl. Schließlich ist der Tagesbruch an der Emscherallee nicht fern. „Kann mir nicht vorstellen, dass da noch Häuser hingesetzt werden“, schreibt ein Nutzer.

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Der Stand von Gebäuden, gerade von einer Rettungswache, die zusätzlich schwere Fahrzeuge beherbergt, könnte möglicherweise unsicher sein. „Ich glaube auch nicht, dass da irgendwer Gebäude plant, wenn die Bodenbeschaffenheiten so ungewiss sind“, schreibt ein anderer User.

Ob der Bau einer Wache an der Stelle möglich ist, werden die Studien der Stadt ergeben.

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