An der Vellinghauser Straße zwischen Sölde und Sölderholz vertrocknen die jungen Bäume

hzJunge Bäume vertrocknen

Sie ist ein Teil der Deutschen Alleenstraße. Die Vellinghauser Straße zwischen Sölder und Sölderholz. Doch junge Bäume haben es hier schwer, groß zu werden. Jetzt sind die Bürger gefragt.

Sölde

, 29.06.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man kann es sich ja als Baum nicht aussuchen, an welche Stelle man gepflanzt wird. Bekommt man in einem Wohngebiet noch ab und zu einen Eimer Wasser von Anwohnern an die Wurzeln geschüttet, sieht es im „offenen Gelände“ schon ganz anders aus. An der Vellinghauser Straße gibt es zurzeit genau dieses Problem. Hier wurden während der letzten Pflanzperiode die Lücken mit jungen Bäumen gefüllt, die während einer Kanalbaumaßnahme entstanden sind.

Ende 2017 musste ein Teil der Bäume weichen wegen eben der Baumaßnahme. Die Vellinghauser Straße wurde verschwenkt, einige Bäume standen im Weg und wurden gefällt. Nach dem Ende der Baumaßnahmen, Mitte 2018, kamen dann die neuen „Alleemitglieder“. Nur war die Freude über den Lückenschluss nur von kurzer Dauer. Die Bäume wuchsen nicht im heißen Sommer. Dazu kam noch der Eichensplintkäfer, der sich auf die Bäume stürzte. So gaben rund zwei Dutzend Bäume wieder ihren Geist auf.

Schon 2013 sind Bäume nicht angewachsen

„Es kann nicht sein, dass mit Steuergeldern eine Allee geschaffen werden soll und die gammelt jetzt vor sich hin“, sagte Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel damals, denn das Problem mit der Allee ist kein Neues. Schon 2013 gab es Ärger um die Bäume. Und es sind immer wieder die gleichen Stellen, an denen die Bäume nicht so richtig wollen.

An der Vellinghauser Straße zwischen Sölde und Sölderholz vertrocknen die jungen Bäume

Für das benachbarte Feld wird das Wasser aus einem Hydranten geholt. © Jörg Bauerfeld

Im Bereich der Bahnunterführung und der Einmündung der Schürhoffstraße. Im Übrigen auf beiden Seiten der Straße. Und nun schon wieder das Theater. Die jungen Bäume, die in der Pflanzperiode 2019 nachgepflanzt wurden, sehen so aus, als ob sie nicht groß würden. „Ich habe noch nicht erlebt, dass die Bäume von Mitarbeitern der Stadt gegossen worden sind“, sagt ein verärgerter Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel.

„Das ist freie Fläche, da kann keiner mit der Gießkanne mal eben hinrennen.“
Jürgen Schädel, Bezirksbürgermeister

„Wenn der Sommer so weitergeht, dann haben wir hier wieder einen Totalverlust. Diejenigen, die die Bäume im Auftrag der Stadt gepflanzt haben, sind einfach nicht lernfähig. Es ist wieder das gleiche Problem wie im letzten Jahr.“

Mitarbeiter der Stadt im Dauereinsatz

Es sind wieder etliche Bäume an der Vellinghauser Straße, die betroffen sind. „Das ist in gewissen Bereichen keine Alleestraße mehr, sondern ein Schandfleck“, sagt Schädel. Die Bewässerung der Bäume könne nur zentral über die Grünpflege gemacht werden. „Das ist freie Fläche, da kann keiner mit der Gießkanne mal eben hinrennen“, sagt Schädel.

Keine Wasserknappheit in Dortmund

Aber wie sieht man das Problem Vellinghauser Straße bei der Stadt Dortmund? Ein Personalproblem sei es, so die erste Information von Stadtpressesprecher Christian Schön. Der Eichenprozessionsspinner würde die städtischen Mitarbeiter auf Trab halten. Und wer nicht der unangenehmen Raupe nachstellt, sei laut Schön eben im Gießeinsatz im Stadtgebiet. „Es ist überall trocken und alle Pflanzen haben Durst“, sagt Schön. Vielleicht gibt es ja doch Bürger, die ein Herz haben und die Straßenbäume gießen. Und das sei auch in Dortmund kein Problem, so Schön. Denn in Dortmund gäbe es noch kein Problem mit Wasserknappheit oder Trinkwasserversorgung.

Lesen Sie jetzt