Anbau am St.-Elisabeth-Krankenhaus sorgt für mehr Patienten-Komfort

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Im November-Regen griffen fünf Männer zum Spaten. Am St.-Elisabeth-Krankenhaus erfolgte der erste Spatenstich für ein Gebäude, das Verbesserungen für Patienten bringen soll.

Kurl

, 06.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am katholischen St.-Elisabeth-Krankenhaus in Kurl entsteht ein Neubau mit 18 Einbett- und 8 Zweibettzimmern. Wenn er fertig ist - voraussichtlich im Laufe des Jahres 2021 - soll er die Bettensituation an der Fachklinik mit geriatrischem Schwerpunkt deutlich entspannen. Obwohl das Fundament schon weitgehend fertiggestellt ist, fand erst jetzt der offizielle erste Spatenstich statt.

„Nicht alle Steine müssen katholisch werden“

Mit dem Segen von Pfarrer Reinhard Bürger griffen dabei Vertreter des Krankenhauses, der bauausführenden Firma Rundholz, des Architekturbüros Weicken und der Katholischen St. Johannes-Gesellschaft als Träger des Krankenhauses zum Spaten. Nicht alle Steine müssten katholisch werden, so Pfarrer Bürger in seiner humorvoll-sympathischen Zeremonie, aber die Arbeit im Neubau möge doch im Sinne des katholischen Glaubens erfolgen.

„Heilende Architektur“

Architekt Christian Weicken brachte in einer kurzen Ansprache den Begriff „Healing Architecture“ ins Spiel, also „Heilende Architektur“. Dieser Ansatz geht davon aus, das ein freundliches Ambiente ebenfalls der Genesung des Patienten zugute kommt. Ein hoher Komfort und viel Tageslicht sollen diesen Wohlfühlfaktor für Patienten künftig mit sich bringen.

Er selbst habe eine enge Beziehung zu Kurl. Der Neubau sei bereits sein zehntes Projekt dort.

Anbau am St.-Elisabeth-Krankenhaus sorgt für mehr Patienten-Komfort

Pfarrer Reinhard Bürger segnete den Neubau und die Menschen, die damit zu tun haben. Im Hintergrund von links: Klaus Barthen, Geschäftsführer der Katholischen St. Johannes-Gesellschaft, Bauunternehmer Stefan Rundholz und Architekt Christian Weicken. © Andreas Schröter

Er freue sich, dass der Standort Kurl nun weiterentwickelt werde, sagte der Geschäftsführer der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Klaus Barthen in seiner Begrüßung.

Insgesamt 3000 Quadratmeter Gesamtfläche entstehen in dem Neubau. Das Gebäude wird ein Stahlbeton-/Mauerbauwerk mit Klinkerfassade sowie Aluminium und Kunststofffenstern - und zwar westlich des Haupteingangs. Das Dach wird ein Flachdach.

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In einem zweiten Bauabschnitt soll auch der bestehende Bau modernisiert werden. Zum Beispiel muss dieser so angepasst werden, dass Durchgänge zum Neubau entstehen. Auch erfolge eine Aufstockung mit Zinkfassade und Flachdach, nachdem das bestehende Satteldach abgebaut ist. Dort entstehen zusätzlich zwei Einbett- und ein Zweibettzimmer für die Altenpflege. Auch ein neuer - großer - Aufenthaltsbereich sowie ein Aufzug sind geplant. Diese Arbeiten werden jedoch erst im Jahre 2022 fertiggestellt sein.

Eine besondere Herausforderung für die Bauunternehmung Rundholz ist, dass alle Arbeiten im laufenden Betrieb stattfinden. Sämtliche Arbeiten sollen möglichst geräusch- und staubarm ausgeführt werden, um die Ruhe von Patienten und Personal zu gewährleisten. So sollen zum Beispiel Materialtransporte über andere Zugänge - also nicht quer durchs Haus - erfolgen.

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