Angeklagter war nicht flüchtig

04.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Keine bösen Absichten hatte angeblich der mutmaßliche Vergewaltiger einer Frau aus Kirchlinde, als er am Verhandlungstag kurz vor Weihnachten nicht vor dem Landgericht erschienen war.

Er habe keine Fluchtgedanken gehegt, sondern seine Gerichtstermine durcheinander gebracht, wie er gestern vor der 38. Kammer sagte. Und auch, dass er gestern Früh einen Schrecken bekommen habe, als auf einmal Polizeibeamte vor seiner Wohnungstür standen, die ihn zum Gericht bringen wollten. Denn der Richter hatte angeordnet, ihn vorführen zu lassen.

Unterdessen wurde bekannt, dass es dem mutmaßlichen Opfer derzeit sehr schlecht geht - die 29-Jährige ist verhandlungsunfähig und in psychiatrischer Behandlung.

Dem 34-Jährigen wird vorgeworfen, die Frau während der Fußball-WM mit Alkohol abgefüllt und später vergewaltigt zu haben. Das Amtsgericht sah schon im vergangenen Frühjahr seine Schuld als erwiesen an und verurteilte ihn zu dreieinhalb Jahren Haft. Gegen dieses Urteil legten sowohl Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte Berufung ein. if

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