Syphilis & Co.: Mehr Fälle von Geschlechtskrankheiten in Dortmund

AOK-Auswertung

Fälle von Geschlechtskrankheiten nehmen in Dortmund leicht zu. Dabei ist ein Geschlecht stärker betroffen als das andere und bestimmte Krankheiten kommen besonders häufig vor.

Dortmund

13.10.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geschlechtskrankheiten steigen in Dortmund, bei den Versicherten der AOK, leicht an.

Geschlechtskrankheiten steigen in Dortmund, bei den Versicherten der AOK, leicht an. © AOK/hfr

Die Krankenkasse AOK teilt mit, dass die Fallzahl bei Geschlechtskrankheiten in Dortmund ansteigt. Das geht laut der AOK Nordwest aus einer Auswertung von Daten der dort Versicherten hervor.

Mehr Männer als Frauen betroffen

Demnach stieg die Zahl der von Geschlechtskrankheiten Betroffenen von 1104 auf 1152 Erkrankte. Die Versicherung schätzt die Dunkelziffer allerdings noch etwas höher ein, da Geschlechtskrankheiten zu häufig unbemerkt und dementsprechend unbehandelt blieben.

Männer seien dabei in Dortmund mit 56,5 Prozent stärker betroffen als Frauen. Am häufigsten diagnostiziert wurden laut der AOK anogenitale (venerische) Warzen, gefolgt von akuter Virushepatitis B, Herpes Simplex, Chlamydien und Syphilis.

Geschlechtskrankheiten können zu Krebs und Unfruchtbarkeit führen

"Bei Verdacht auf eine Geschlechtserkrankung sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. "Sexuell übertragbare Krankheiten können zum Teil zu schweren Folgeschäden führen", wie unter anderem Krebs oder Unfruchtbarkeit.

Ursache für die die häufig auftretenden anogenitalen Warzen ist ein bestimmter Virustyp, der langfristig unbehandelt bei Frauen zu Gebärmutterhalskrebs führen kann. Auch wegen solcher Folgen sei es wichtig, präventiv die Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten zu verhindern.

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