Arbeitslosigkeit 2019 im Schnitt über 10 Prozent – doch es gibt einen Positiv-Rekord

hzAgentur für Arbeit

Die Arbeitslosenquote in Dortmund ist 2019 leicht gesunken, jedoch im Schnitt nicht unter die Marke von 10 Prozent. Die Agentur für Arbeit hat aber auch Gutes zu verkünden.

Dortmund

, 17.12.2019, 18:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Obwohl die Arbeitslosenquote in Dortmund in diesem Jahr zeitweise unter die bedeutsame Marke von 10 Prozent gefallen war, liegt der Jahresdurchschnitt knapp darüber. Durchschnittlich 10,1 Prozent der Dortmunder waren 2019 arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verbesserung um 0,2 Prozentpunkte. Das teilt die Agentur für Arbeit in ihrer Jahresbilanz mit.

Betrachtet man die absoluten Zahlen der Jahresdurchschnitte, haben 2019 rund 7.200 Menschen Arbeitslosengeld I bezogen und rund 24.600 Menschen Arbeitslosengeld II.

Die absolute Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg 2019 um rund 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 245.700 Dortmunder gingen einer solchen Arbeit nach. Das ist laut der Agentur für Arbeit eine Rekordmarke. Erfasst sind darin unter anderem auch Praktikanten, Auszubildende und Personen, die einen Freiwilligendienst leisten.

„Keine Krise“

„Der Arbeitsmarkt hat sich 2019 beständig gegenüber der konjunkturellen Abkühlung gezeigt“, sagt Heike Bettermann, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Dortmund. „Von einer Krise am Arbeitsmarkt können wir 2019 nicht sprechen.“

Allerdings sei der Arbeitsmarkt in Bewegung, so Bettermann weiter. Im November 2019 bezogen rund 7.100 Menschen Arbeitslosengeld I. Das sind rund 500 Personen mehr als im November 2018. In diesem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bereich des Arbeitslosengeldes I wird für Bettermann „die Auswirkung der konjunkturellen Abkühlung sichtbar“.

13,6 Prozent unterbeschäftigt

Als erweiterte Arbeitslosenquote kann man die sogenannte Unterbeschäftigungsquote betrachten. Diese erfasst neben Arbeitslosen auch Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder einen Sonderstatus haben. Sie haben allerdings kein reguläres Beschäftigungsverhältnis. Darunter fallen zum Beispiel Menschen, die an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

Diese Unterbeschäftigungsquote liegt im Durchschnitt des Jahres 2019 bei rund 13,6 Prozent. Diese Kennzahl liegt immer über der Arbeitslosenquote, ist im Vergleich zum Vorjahr jedoch ebenfalls gesunken - um 0,3 Prozentpunkte.

Rückgang bei der Langzeitarbeitslosigkeit

„Besonders erfreulich ist die rückläufige Entwicklung der Kundinnen und Kunden, die viele Jahre ohne eine Beschäftigung waren“, sagt Dr. Regine Schmalhorst, Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund.

Im Jahresdurchschnitt waren 2019 rund 12.400 Menschen ein Jahr oder länger arbeitslos. Das sind rund 500 Menschen weniger als im Durchschnitt des Vorjahres.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben. Rund 2.700 Menschen unter 25 waren im Jahresdurchschnitt arbeitslos.

Teilhabe und Qualifizierung

Ein Schwerpunkt des Jahres 2019 waren Förderungen nach den im Januar in Kraft getretenen Teilhabe- und Qualifizierungschancengesetzen.

Für Maßnahmen nach dem Teilhabechancengesetz hatte sich das Jobcenter zum Ziel gesetzt, 500 Menschen in geförderte Arbeitsverhältnisse zu bringen. Im November befanden sich sogar rund 700 Personen in solchen Programmen.

Nach dem Qualifizierungschancengesetz wurden 2019 rund 150 Beschäftige beruflich weitergebildet. Insgesamt wurden in Dortmund 2019 rund 2.200 Menschen für berufliche Weiterbildungen gefördert. Das sind 14,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp die Hälfte der Teilnehmer solcher Qualifizierungsmaßnahmen findet laut der Agentur für Arbeit danach eine Beschäftigung.

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