Arzthelferinnen erwarten immer komplexere Aufgaben

DORTMUND Die Berufsvertretung der deutschen Arzthelferinnen sieht immer schwierigere Aufgaben auf ihre Mitglieder zukommen. Zum 45-jährigen Bestehen des Verbandes medizinischer Fachberufe sagte dessen Präsidentin Sabine Rothe am Freitag in Dortmund, bei allen Reformen des Gesundheitssektors sollten Politiker das „Know-How“ der Mitarbeiterinnen innerhalb und außerhalb der Arztpraxen stärker beachten.

von dpa

, 11.01.2008, 15:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arzthelferinnen erwarten immer komplexere Aufgaben

Hannelore König leitet die Bundesgeschäftsstelle des Verbandes medizinischer Fachberufe in Dortmund.

In einer alternden Gesellschaft könnten Arzthelferinnen etwa häufiger Hausbesuche bei immobilen Patienten übernehmen. Die Bezahlung sei vor allem bei den Auszubildenden zu niedrig. „Als Ausbildungsberuf ist Arzthelferin immer noch unattraktiv“, sagte Margret Urban, die Tarifbeauftragte des Verbands. Derzeit beträgt das Einstiegsgehalt für Auszubildende zwischen 450 Euro für reguläre medizinische Fachangestellte und 490 Euro für Zahnarzthelferinnen. Im ersten Berufsjahr liege der Lohn umgerechnet pro Stunde bei 8,12 Euro. Gerade gegenüber den Angestellten in den Krankenkassen seien die Arzthelferinnen unterbezahlt.

Im Rahmen der Gesundheitsreform sehen die Arzthelferinnen zunächst keine weiteren Belastungen: „Durch das Tal der Tränen sind wir schon vor zwei Jahren mit vielen Entlassungen gegangen“, sagte Rothe. Momentan sei die Lage stabil. Die Zahl der arbeitslosen Arzthelferinnen ist derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 2001 mit rund 16.500. Der Verband vertritt rund 28.000 von insgesamt 520.000 Fachkräften in Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen. Die Erhöhung des niedrigen Organisationsgrades ist ein weiteres Ziel, das sich die Arzthelferinnen gesetzt haben.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Samstag-Ausagbe der RN auf der 7. Lokalseite.

Lesen Sie jetzt
Halterner Zeitung Spuck-Attacke und Genital-Tritte

Haftbefehl für Somalier mit 5 Identitäten - Bekommt der Randalierer fünffach Sozialleistungen?