ASC 09 möchte sein Stadion in Dortmund verlegen

hzFußball in Dortmund

Die Umsetzung wäre eine kleine Sensation. Der ASC 09 Dortmund möchte seine Spielstätte verlegen. Diese Voraussetzungen müssten dafür gegeben sein.

Aplerbeck

, 26.11.2019, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst vor wenigen Tagen hat der ASC 09 mitgeteilt, dass ab 2020 das Waldstadion einen neuen Namen bekommt. Die Oberliga-Fußballer des ASC 09 Dortmund werden dann ins Urlaubsguru-Stadion einlaufen. Der traditionsreiche Name Waldstadion ist Geschichte.

Und es deutet sich sogar an, dass es an der Schwerter Straße bald ganz vorbei ist mit dem Fußball. Obwohl das mit dem „bald“ wohl ein wenig optimistisch ist. Denn es gab bisher erst ein paar lose Gespräche zwischen der Stadt Dortmund und dem Verein.

ASC 09 möchte sein Stadion in Dortmund verlegen

Auf der Westseite des Emscherstadions befindet sich schon eine kleine Stehtribüne. © Jörg Bauerfeld

Dass die Stadt Dortmund diese Idee schon auf dem Schirm hat, zeigt, dass die Öffentlichkeit schon auf einem Infoabend über eine mögliche Stadionverlegung informiert wurde. In der Adolf-Schulte-Schule ging es dabei um das integrierte Stadtentwicklungsprojekt, bei dem es um die Zukunft des Stadtbezirkes Aplerbeck geht.

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Aber was ist an dieser Sache mit der Verlegung der ASC-Sportstätte überhaupt dran? „Wir haben schon daran gedacht, das umzusetzen, wenn alle Rahmenbedingungen passen. Aber das steht noch weit in den Sternen“, sagt Michael Linke, erster Vorsitzender des ASC.

Die erste Anregung zu dem „Verlegeplan“ kam durch den Verein. Der Grund ist der jetzige Stadionstandort an der Schwerter Straße. Hier gibt es immer wieder Ärger mit den Nachbarn.

Es geht um Lärm und um fehlende Parkplätze im Bereich des Waldstadions. „Deshalb ist einfach die Idee, ob man die Sportstätte irgendwo anders hinlegen kann. Auf die grüne Wiese oder vielleicht auch an die Schweizer Allee“, sagt Linke.

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Das Problem ist aber das Platzangebot, das es im Moment an der Schwerter Straße gibt. Der große und einen kleinen Fußballplatz müsste man auch woanders unterbekommen. „Hier brauchen wir einfach einen alternativen Standort“, sagt Linke.

Den könnte es an der Schweizer Allee durchaus geben. Da ist zum Einen der alte Ascheplatz im hinteren Bereich des Gymnasiums an der Schweizer Allee. Hier ist im Moment nur eingeschränkter Schulsport möglich. Aber vielleicht sei hier ja etwas machbar.

Parkplatzsituation würde sich verbessern

Und dann ist da noch die Fläche westlich des Sport- und Freizeitparkes in direkter Nachbarschaft der Realschule. Auch hier könnte sich eine Möglichkeit ergeben. „Wenn wir das hinbekommen, würden wir das Waldstadion verlassen“, sagt Linke.

Dabei sei der „Hauptplatz“ gar nicht das Problem. Denn es gibt ja an der Schweizer Allee schon das Emscherstadion. Das könnte sogar regionalligatauglich ausgebaut werden. Der Kunstrasen wäre in dieser Liga noch kein Problem. Auch die Parkplatzsituation würde sich immens verbessern.

Wohnbebauung möglich

„Ein Ausbau von Tribünen wäre hier möglich. Wir könnten sogar einen Extrazugang für einen Gästeblock schaffen“, sagt Linke. Aber das sei alles noch Zukunftsmusik. Greifbarer sei da schon die neue Dreifachsporthalle an der Schweizer Allee. Hier gibt es seitens des ASC durchaus Überlegungen, diese nach dem Bau zu übernehmen. Auch hier laufen Gespräche mit der Stadt.

Aber was würde mit dem jetzigen Waldstadion passieren, wenn ein neuer Standort gefunden ist? Möglich sei hier Wohnbebauung, sagt Linke. Aber das ist eher noch ein Blick in die berühmte Glaskugel.

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