Asiatisches Teehaus kehrt in den Westfalenpark zurück - in neuer Form

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Es gehörte zu den Attraktionen der ersten Bundesgartenschau 1959 im Westfalenpark. Doch 2014 musste das asiatische Teehaus abgerissen werden. Jetzt kehrt es in neuer Form zurück

Dortmund

, 17.07.2019, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Dortmunder schwelgen in Jugenderinnerungen, wenn sie an das asiatische Teehaus im Westfalenpark denken. Seit der ersten Bundesgartenschau 1959 stand es im ostasiatischen Garten des Westfalenparks auf einem kleinen Hügel oberhalb des Buschmühlen-Teichs. Und es war natürlich auch in den Jahrzehnten danach ein besonderer Anziehungspunkt bei Familienausflügen in den Park.

Abriss wegen Baufälligkeit

Zuletzt geriet der Pagodenbau aber mehr und mehr in Vergessenheit, musste 2014 wegen Baufälligkeit sogar ganz abgerissen werden. „Seitdem fehlt es“, stellt Monika Greve als Vorsitzende des Freundeskreises Westfalenpark fest.

Der 1980 gegründete Verein nahm sich vor, Abhilfe zu schaffen. Seit 2016 arbeitet er an dem Vorhaben, Ersatz für das asiatische Teehaus zu schaffen. Spenden wurden gesammelt, ein Architekt und eine Baufirma beauftragt und vor allem jede Menge bürokratische Hindernisse aus dem Weg geräumt.

Inzwischen liegt die Baugenehmigung vor, der Bauplatz ist eingezäunt, ein kleiner Bagger steht bereit. Am Mittwoch konnte schließlich im Kreis der Unterstützer der symbolische erste Spatenstich gesetzt werden.

Asiatisches Teehaus kehrt in den Westfalenpark zurück - in neuer Form

Im Kreis vieler Unterstützer setzten Monika Greve vom Freundeskreis und Dezernentin Birgit Zoener den symbolischen ersten Spatenstich für das Asiatische Teehaus. © Oliver Volmerich

Der Neubau wird kein 1:1-Nachbau des alten Teehauses. Entstehen soll nach den Plänen des Dortmunder Architekten Andreas Hanke ein etwa sechs Meter hoher offener Pagodenbau im asiatischen Stil und in Holzbauweise. „Es erhält ein Doppeldach mit Ziegeln, die in China hergestellt worden sind“, erklärt Monika Greve. Wobei wie beim Vorgängerbau offen bleibt, ob das Gebäude chinesische oder japanische Vorbilder hat.

Asiatisches Teehaus kehrt in den Westfalenpark zurück - in neuer Form

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt und des Freundeskreises Westfalenpark präsentierte Architekt Andreas Hanke im Dezember 2018 die Pläne für das neue Teehaus. © Oliver Volmerich

Nach dem jahrelangen Vorlauf soll jetzt alles ganz schnell gehen. Der gärtnerische Betrieb des Westfalenparks schafft jetzt das Fundament. In acht Wochen soll der Holzbau stehen, kündigt Monika Greve an. Es ist dann ein Geschenk des Vereins zum 60-jährigen Bestehen des Westfalenparks, der in diesem Jahr gefeiert wird.

Platz für kleine Veranstaltungen

Tee wird im „Asiatischen Teehaus“ nicht mehr angeboten. Er soll ein Ort der Ruhe werden, wünscht sich Monika Greve. „Vorstellbar sind aber auch kleinere Veranstaltungen wie Lesungen, künstlerische Auftritte oder Tai Chi, die zum Ambiente passen. Ich bin sicher, die Menschen werden ihre Freude daran haben.“

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